Stauchaos droht:

Umbau erfordert „Millimeter-Arbeit“

Eigentlich sollten die Sanierungsarbeiten schon im vollen Gange sein, doch - wie berichtet - wurde der Baustart auf der Heiligenstädter Hangbrücke auf Ende 2019 verschoben. Das Großprojekt zwischen Wien und Klosterneuburg könnte lange Verkehrsstaus nach sich ziehen - doch genau das wollen die Planer freilich verhindern.

Dass Autolenker, die von der Bundeshauptstadt nach Klosterneuburg fahren, kurz nach dem Kahlenbergerdorf eigentlich auf einer Brücke unterwegs sind, wissen viele nicht. Tatsächlich wurde der Unterbau der beiden Fahrspuren in Richtung Niederösterreich aber als Brückenkonstruktion angelegt. Eine Entscheidung, die damals viel Geld gekostet hat, heute aber nicht mehr nachvollziehbar ist. In dieser Mischform von „normaler“ Straße und Hangbrücke liegt aber das Problem: „Die Dehnfuge zwischen den Fahrbahnen ist nicht mehr dicht, Wasser dringt ein und könnte im schlimmsten Fall zu einem plötzlichen Absacken führen“, erklärt ein Sprecher des Wiener Magistrats. Die Sanierung ist also dringend notwendig - und aufwändig. Denn die Fahrbahn liegt mitunter nur einen Meter von den Stromleitungen der Franz-Josefs-Bahn entfernt. „In die bestehende Brücke werden Löcher gebohrt, durch die Steher in den Fels gesenkt werden. Auf diesen wird dann eine Wanne für die neue Fahrbahn gebaut“, heißt es weiter.

Für Autofahrer sollen sich die Auswirkungen „im Rahmen halten“, eine Spur pro Richtung wird immer befahrbar sein. Und: Über den Kuchelauer Hafen wird eine zusätzliche Ausweichstrecke für alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen entstehen - als Ausweichstrecke für Notfälle. Die ersten Vorarbeiten dürften laut Insidern noch heuer beginnen, die eigentliche Sanierung startet im März 2020. Kaufleute sind aber schon jetzt in Sorge. Wegen der zu befürchtenden Kundenflaute forderte die FP in Klosterneuburg schon Ausgleichszahlungen für Betroffene.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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