25.07.2019 08:00 |

DNA-Ergebnis

Neben dem Bär sorgt auch ein Wolf für Unruhe

Der „Täter“ war nicht ein Bär, sondern ein Wolf. Bei den vier im Gemeindegebiet von Oberperfuss gefundenen toten Schafen konnte nun im Rahmen der DNA-Analyse ein Wolf nachgewiesen werden. Drei gerissene Schafe im Pitztal sowie ein Rotwildkadaver im Außerfern gehen hingegen klar auf das Konto eines Bären.

Durch die jüngsten genetischen Untersuchungen steht fest: In Tirol ist derzeit mindestens ein Bär und ein Wolf unterwegs. Noch ausständig sind freilich die Ergebnisse der weiteren DNA-Proben von gerissenen Tieren auf der Inzinger und der Flaurlinger Alm, beide nicht weit entfernt vom „Tatort“ Oberperfuss. DNA-Analysen bei jenen Schafen, die kürzlich im Pitztal tot aufgefunden wurden, lassen sich nicht mehr erstellen.

„Tirol befindet sich in einem Einzugsgebiet von Bären, daher ist ihr Auftreten nicht außergewöhnlich“, sagt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer. Die Tiere – sowohl Bär als auch Wolf – stammen aus der Population der Provinz Trient, so der Experte. Bei allen Bären, die seit 2005 in Tirol auftauchten, handelte es sich um männliche Jungtiere. Auch jetzt ist wohl mindestens ein solches Jungtier in Tirol unterwegs.

Bei Begegnungen mit einem Bären bzw. einem Wolf sei defensives Verhalten nötig. „Die Tiere dürfen auf gar keinen Fall mit Futter für ein Foto angelockt werden“, sagt Janovsky. Grundsätzlich seien sie für Menschen nicht gefährlich.

Im benachbarten Trentino gab es zwei Fälle von Bärenübergriffen auf Menschen. Allerdings handelte es sich dabei um Muttertiere, die ihre Jungen dabei hatten.

Während bei der BH am Mittwoch ein „Antrag auf Entnahme von Beutegreifern nach dem Jagdgesetz“ einging, zeigt ein Blick nach Slowenien, dass es ein Miteinander von Bär und Mensch durchaus geben kann. Zwischen 700 und 900 Bären leben dort, Probleme gibt es praktisch keine.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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