23.07.2019 13:21 |

Protest in Neuseeland

Greenpeace fordert von OMV: „Finger weg von Walen“

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist mit einem schwindelerregenden Protest gegen die OMV vorgegangen: Weil der österreichischen Ölkonzern in der Nähe von Wal- und Delfin-Habitaten in Neuseeland Bohrungen durchführen will, kletterten Aktivisten auf die Fassade des 116 Meter hohen Gebäudes der dortigen OMV-Zentrale um Transparente aufzuhängen.

„OMV, Finger weg von Walen!“, forderten die Aktivisten auf den Plakaten. Noch im Herbst will der Ölkonzern vor der Küste von Taranaki Bohrungen durchführen. Doch gerade in diesem Gebiet kommen der Umweltschutzorganisation zufolge besonders viele Blauwale vor. In der Nähe solle sich außerdem auch ein wichtiges Habitat für Māui Delfine befinden. „Mit rund 60 Tieren gehört diese Delfinart zu den gefährdetsten weltweit“, warnt Greenpeace.

„Ölunfall hätte katastrophale Auswirkungen für die Meerestiere"
„Die OMV setzt mit ihren geplanten Ölbohrungen das Leben von Blauwalen und den bereits gefährdeten Māui Delfinen aufs Spiel. Ein Ölunfall vor Ort hätte katastrophale Auswirkungen für die Meerestiere“, ist der Meeresexperte der Organisation, Lukas Meus überzeugt. „Es ist eine Schande, dass sich ein österreichisches Unternehmen hierzulande als verantwortungsvoller Konzern präsentiert, auf der anderen Seite der Welt jedoch Wale gefährdet und die Klimakatastrophe weiter antreibt.“ Die OMV sollen sich daher aus Neuseeland zurückziehen und auf eine klimafreundliche Strategie wählen.

Neuseeland hatte vor rund einem Jahr beschlossen, keine neuen Öl- und Gasbohrungen in Küstennähe mehr zu genehmigen. Bereits vergebene Lizenzen betrifft diese Maßnahme nicht. Viele Konzerne hätten sich dennoch aus dem Inselstaat zurückgezogen, so wie der US-amerikanische Konzern Chevron und der norwegische Konzern Equinor.

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