In 588 aller Fälle ist laut Pachl eine Gesamtsanierung gelungen. Davon ist bei 63 Schuldnern ein außergerichtlicher Ausgleich und Ratenplan abgeschlossen worden. In 308 Fällen hätten die Gläubiger einem gerichtlichen Zahlungsplan zugestimmt, bei 217 wurde ein Abschöpfungsverfahren vereinbart, erklärte er. 731 Klienten hätten eine Rechts- und Sozialberatung in Anspruch genommen. "Im Jahr 2009 konnten wir somit 1.319 Beratungen abschließen", sagte der Geschäftsführer.
Durchschnittlich stünden die Schuldner mit knapp über 80.000 Euro bei zwölf Gläubigern in der Kreide. Ehemalige Selbstständige hätten "naturgemäß" bedeutend höhere Schulden. "Rund die Hälfte der Überschuldeten haben mit Jobproblemen und mit Lohnpfändungen doppelte Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt", erläuterte Pachl.
Meistens sind die Schuldner zwischen 36 und 45 Jahre alt und kommen hauptsächlich aus Innsbruck oder aus dem Bezirk Innsbruck-Land. Derzeit befinden sich rund 300 Personen auf der Warteliste. In der Beratungsstelle Innsbruck betrage die durchschnittliche Wartezeit rund einen Monat, in Wörgl bestünden Wartezeiten von vier Monaten. Rund Zweidrittel der Schuldenregulierungsverfahren in Tirol würden mit Hilfe der Schuldenberatung abgewickelt.
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