25.06.2019 05:21

Mehr als 3100 Hinweise

Bürger nehmen die Stadt Klagenfurt in das Visier

Ein fehlender Schutzweg, überfüllte Müllinseln oder nicht angeleinte Hunde: Seit dem Vorjahr können Bürger übers Handy ihre Beobachtungen und Anregungen an den Magistrat schicken. Mittlerweile wurden mehr als 3000 Meldungen eingereicht. Ein Problem gibt es allerdings mit vielen anonymen Schuldzuweisungen.

„Augen auf Klagenfurt“ – so nennt sich die Plattform, die im Jänner 2018 präsentiert wurde. Rund 10.000 Euro hat sich der Magistrat die Anschaffung kosten lassen – damit Bürger über das Handy ihre Beobachtungen oder Anregungen mitteilen können. „Wenn Fotos mitgeschickt werden, ist es ideal. So sehen wir gleich, was los ist – und niemand muss extra aufs Amt kommen“, sagt Wilfried Kammerer vom Bürgerservice.

In dieser Woche gab es etwa Hinweise auf wuchernde Sträucher an öffentlichen Gehwegen. Oder den Ruf nach mehr Schutzwegen. So schreibt etwa eine Bewohnerin aus Welzenegg: „Es ist super, dass es jetzt einen Kreisverkehr gibt. Es fehlt aber ein Übergang zur Bushaltestelle. Ich hoffe daher auf eine Verbesserung.“ Allerdings wird die Plattform auch für anonyme Schuldzuweisungen missbraucht. So werden etwa Falschparker - plus Kennzeichen - fotografiert und dem Magistrat gemeldet.

Kammerer: „Bei anonymen Einsendungen können wir oft halt wenig machen, da wir ja bei niemandem nachfragen können. Zum Beispiel wird oft das Ordnungsamt gerufen, weil angeblich irgendwo jemand für Wirbel sorgt. Es wird uns dann aber gar keine genaue Zeitangabe gemacht – und wenn wir dann vor Ort sind, ist niemand zu sehen...“

In Summe aber dürfte sich der Service bewährt haben – mehr als 3100 Meldungen wurden bisher eingereicht. Davon wurden – laut offizieller Auskunft – mehr als 2600 erledigt. 500 sind in Bearbeitung.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf

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