24.06.2019 19:42 |

Druck auf Österreich

UNO drängt: Familien von IS-Kämpfern zurücknehmen!

Die Vereinten Nationen drängen Länder wie Österreich und Deutschland, Kinder und Frauen von IS-Kämpfern aus dem Irak und Syrien in ihre Heimatländer zu holen. „Staaten haben wichtige Pflichten gegenüber ihren Bürgern“, sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, am Montag zum Auftakt der dreiwöchigen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf.

„Ausländische Familienmitglieder sollen in ihre Heimat zurückgeholt werden, wenn ihnen nicht wegen Verbrechen ein Prozess nach internationalen Standards gemacht wird“, so Bachelet. Sie lebten unter unmenschlichen Bedingungen in Lagern. Minderjährige, die von der Terrormiliz IS ideologisch beeinflusst worden seien, müssten beschützt und psychologisch betreut werden.

Rund 20 betroffene Kinder und 20 Erwachsene mit Österreich-Bezug
Derzeit dürften sich etwa 20 Kinder mit Österreich-Bezug in Verbindung mit dem IS in Syrien bzw. im Irak befinden, gab die damalige Außenministerin Karin Kneissl im Mai auf eine parlamentarische Anfrage der NEOS bekannt. Die Anzahl der Erwachsenen aus Österreich lag demnach ebenfalls bei etwa 20 Personen - davor war man von bis zu 100 ausgegangen. Verurteilungen österreichischer Staatsbürger wegen einer IS-Mitgliedschaft in anderen Ländern waren dem Außenministerium keine bekannt.

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