Zuerst gab es sie nur in Graz. Mittlerweile findet man Sozialläden, in denen einkommensschwache Menschen Waren aller Art zu einem günstigen Preis erwerben können, beinahe flächendeckend in der Steiermark. Betrieben werden die Geschäfte in der Regel von privaten Institutionen oder der Kirche.
Wegschmeißen für Firmen leider oft billiger
Dass hinter einer solchen Einrichtung viel persönliches Engagement steht, weiß Karin Reder von der Chance B, die am Montag einen "Lebi"-Laden (Lebensmittel billiger) in der ehemaligen Sonderschule in Gleisdorf eröffnete: "Es ist vor allem schwierig, ausreichend Kooperationspartner zu finden. Den Betrieben kommt es oft günstiger, überschüssige Ware wegzuschmeißen als sie weiterzugeben."
Das Chance-B-Konzept unterscheidet sich übrigens in einem grundlegenden Punkt von anderen: Auf eine Einkommensprüfung wird verzichtet. "Damit wollen wir 'echte' Integration erreichen, Arme werden bei uns nicht ausgegrenzt", sagt Karin Reder.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag/10-15 Uhr sowie Samstag 9 -13 Uhr.
von Barbara Winkler, "Steirerkrone"
Symbolbild
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