23.06.2019 12:30 |

Verordnung verlängert

„Weniger Gewalttaten durch Waffenverbotszonen“

Ohne großes Aufsehen wurden Anfang Juni die Innsbrucker Waffenverbotszonen in der „Bogenmeile“ und im Bereich des Hauptbahnhofes um drei weitere Monate verlängert. Wesentlicher Grund für diese Entscheidung war, dass die Maßnahmen bisher eine präventive Wirkung gezeigt hätten. „Die Zahl der Gewalttaten ging zurück“, heißt es von Seiten der Tiroler Polizei.

Mit 1. Dezember 2018 wurde die berüchtigte Innsbrucker Bogenmeile zur ersten Waffenverbotszone in Österreich ausgerufen – zunächst für drei Monate. Im März ging sie in die Verlängerung – gleichzeitig kam eine zweite Verbotszone rund um den Hauptbahnhof dazu. Mit dem vorrangigen Ziel, Gewalttaten zu verhindern. Ende Mai wären die Fristen wieder abgelaufen, die Tiroler Polizeiführung entschied sich aber erneut für eine Fortsetzung – vorerst bis zum 31. August.

Mit gutem Grund, wie Othmar Sprenger von der Sicherheitsverwaltung im „Krone“-Gespräch erklärt: „Die Waffenverbotszonen zeigen Wirkung. Es ist ein gutes Instrument, um Gewalttaten zu verhindern. Die Zahl der Angriffsfälle ist zuletzt zurückgegangen.“

Acht Messer und eine Softgun abgenommen
Bei einem konkreten Verdacht sind Polizisten in diesen Zonen dazu ermächtigt, Personen nach Waffen zu durchsuchen. Alles in allem wurden bisher acht Messer – drei in der Bogenmeile, fünf im Bereich Bahnhof – und eine Softgun sichergestellt. Darüber hinaus gab es zahlreiche Anzeigen (unter anderem nach dem Suchtmittelgesetz) und einige vorläufige Festnahmen wegen Gerichtsdelikten bzw. diverser Verwaltungsübertretungen.

„Auch wenn die Zahl der Sicherstellungen gering erscheinen mag, wichtiger ist der positive Präventionseffekt“, betont Sprenger. Übrigens: Wer gegen das Waffenverbot verstößt, dem drohen bis zu 500 Euro Geldstrafe oder bis zu zwei Wochen Gefängnis.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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