Nach einem Saufgelage fiel dem 21-Jährigen, der erst im Oktober des Vorjahres aus der Haft entlassen wurde, der 83-Jährige am Fronleichnamsweg auf. Der alte Mann stand nach einem Spaziergang vor seinem Wohnhaus. Und wer eignet sich in den Augen eines Gewalttäters besser als Opfer als ein betagter Mann. Der Verdächtige schrie den Geh- und Hörbehinderten an, raubte ihm einen Notizblock - in der Annahme es sei eine Geldbörse.
Als der Räuber seinen "Irrtum" bemerkte, drohte er dem 83-Jährigen mit Gewalt. "Er hat ihn schwer verstanden, versuchte, von seinen Lippen abzulesen", so Günter Wesner, Ermittler der Kriminaldienstgruppe Liezen gegenüber der "Steirerkrone".
Räuber hatte 1,68 Promille im Blut
Völlig eingeschüchtert ging das Opfer daraufhin mit dem Räuber ins Haus, konnte aber in den Lift schlüpfen und so in den sechsten Stock gelangen - schneller als der Täter. Dort klopfte der alte Mann an die Türen und rief um Hilfe. Fünf Nachbarn wurden aufmerksam - der 21-Jährige flüchtete schließlich. Für einen 65-jährigen, herzkranken Anrainer war die Situation zu viel: Er starb an Herzversagen. Der Räuber wurde wenige Minuten später von Diensthund "Athos" gefasst. Er hatte zum Zeitpunkt der Tat 1,68 Promille im Blut.
von Eva Molitschnig ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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