22.05.2019 06:05 |

Hunderte Angriffe

Polizisten als Freiwild? Heuer 21 Beamte verletzt

Immer wieder müssen sich unsere Polizeibeamte gegen Angriffe zur Wehr setzen. Diese können aus völlig harmlosen Situationen heraus entstehen - einmal rastet der gewalttätige Ehemann aus, der aus der Wohnung weggewiesen wird, dann ist es der Radfahrer, der auszuckt, weil er sein Licht nicht einschalten will. Besonders auffallend: Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Angriffe rapide an.

Schwer betrunken randalierte in der Nacht auf Sonntag ein 15-jähriger Jugendlicher beim Leobner Bahnhof und lehnte sich gefährlich weit übers Brückengelände. Zwei Polizeistreifen fuhren hin und versuchten, den Burschen zu beruhigen. Doch der bedrohte und beschimpfte die Polizisten und versetzte einem von ihnen einen Schlag gegen den Oberkörper. Verletzt wurde der Beamte zwar nicht - doch nicht nur die Drohungen, auch der Angriff hat Konsequenzen.

Rapider Anstieg an Gewalt im Jahr 2016
Die Polizei vermerkte in der Steiermark im Jahr 2015 noch 176 Widerstände und tätliche Angriffe. 2016 stieg diese Zahl dramatisch auf 243 an, die Gründe dafür sind laut Polizei nicht bekannt. 2017 und 2018 beruhigte sich die Situation etwas, doch die Anzahl der Attacken lag weiterhin deutlich über dem Stand von 2015. Bedenklich: Pro Tag verletzten sich 2018 im Schnitt 0,6 Beamte. Während vor vier Jahren 21 Polizisten ärztlich behandelt werden mussten - so viele wie im laufenden Jahr (!) -, waren es im Jahr 2016 insgesamt 84.

Inländer rasten am häufigsten aus
Interessantes ergibt sich auch aus der Herkunft der Tatverdächtigen. Laut Kriminalstatistik stammten im Vorjahr 162 Angreifer aus Österreich, 15 aus Afghanistan, neun aus Rumänien und sechs aus Algerien.

Doch warum kommt es überhaupt zu Widerständen und tätlichen Angriffen auf steirische Polizeibeamte? Die Gründe dafür sind vielfältig: „Angriffe können aus Nichtigkeiten entstehen“, weiß Polizei-Pressesprecher Leo Josefus. So kann eine vermeintlich harmlose Situation, in der zum Beispiel ein Radfahrer aufgefordert wird, sein Licht einzuschalten, plötzlich eskalieren.

Dann rastet wieder der gewalttätige Ehemann aus, der aus der Wohnung weggewiesen wird. Josefus zur „Krone“: „Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt!“

Monika Krisper
Monika Krisper

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