Di, 25. Juni 2019
21.05.2019 11:37

Um Tausende Euro

Falsche „Steinreiniger“ zockten Pensionistinnen ab

Angebliche „Steinreiniger“ haben in der Steiermark Pensionistinnen um tausende Euro gebracht. Die Frauen hatten Werbefolder der vermeintlichen Handwerker in einer Tageszeitung entdeckt. Nach dem Anruf bei der Firma kamen Männer in Fahrzeugen mit deutschen Kennzeichen. Nach ersten Arbeiten verlangten sie eine Vorauszahlung. Danach tauchten sie nicht mehr auf.

Bereits am 8. Mai hatte eine 77-Jährige aus Burgau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld die Firma, die in dem professionell gemachtem Folder ihre Dienstleistungen anbot, angerufen. Obwohl das Unternehmen seinen Sitz angeblich in Graz-Liebenau hat, kam noch am selben Tag ein vermeintlicher Stein- und Fassadenreiniger mit einem schwarzen Lieferwagen, auf dem deutsche Kennzeichen montiert waren. Wenige Tage später begann er mit seinen Arbeiten auf einer rund 170 Quadratmeter großen Fläche.

Rechnung ohne Firmenangaben
Es dauerte nicht lange, bis der Handwerker nach einer Vorauszahlung fragte und diese auch von der 77-Jährigen und ihrem Ehemann bekam. Sie übergaben ihm 5000 Euro in bar und er stellte ihnen dafür eine „Rechnung“ auf einem Zettel ohne Firmenangaben handschriftlich aus. Danach verschwand er und tauchte nicht mehr auf. Die Versiegelung der Steinfläche blieb aus.

Pkw mit deutschem Kennzeichen
Am Montag passierte Ähnliches in Graz: Eine 78-Jährige nahm mit derselben Firma Kontakt auf. Nach einigen Stunden Arbeit verlangten die Handwerker 9000 Euro. Die Pensionistin gab ebenfalls 5000 Euro in bar her, bekam dafür aber nicht einmal eine Rechnung. Die „Steinreiniger“ verschwanden danach. Sie waren mit einem weißen Pkw, ebenfalls mit deutschem Kennzeichen, vorgefahren.

Tipps der Polizei
Laut Polizei dürfte es sich beim im Folder angegebenen Firmensitz um eine Scheinadresse handeln. Kunden sollen sich vor der Auftragserteilung über die Seriosität der Firma beispielsweise via Internet erkundigen. Besser sei, bekannten Handwerkern in der Nähe Aufträge zu erteilen. Vor Beginn der Arbeiten müssen detaillierte Kostenvoranschläge von den Firmen vorgelegt werden. Außerdem sollten Angebote unterschiedlicher Unternehmen verglichen werden. Firmen, die ausschließlich Barzahlung wollen, sollte man mit Vorsicht begegnen.

 krone.at
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