05.05.2019 18:13 |

Hamas vor Angriff

600 Raketen auf Israel: Song Contest in Gefahr?

In Israels sonniger Küstenmetropole Tel Aviv laufen die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest auf Hochtouren. Die ersten Delegationen aus insgesamt 41 Ländern proben bereits eifrig. Doch die Vorfreude wandelt sich angesichts des Raketenhagels auf Israel in große Sorge.

Im Süden Israels hagelt es 600 Raketen, Israels Luftwaffe bombardiert Ziele im Gazastreifen. Erstmals seit dem Gazakrieg 2014 gibt es in Israel zivile Opfer bei den Raketenangriffen, auch im Gazastreifen sterben Menschen.

EBU: „Sicherheit steht immer an erster Stelle“
Die Europäische Rundfunkunion (EBU), Veranstalterin des Song Contests, reagiert betont besonnen auf die Gefahr: „Sicherheit steht für die EBU immer an erster Stelle.“ Tel Aviv lag vor Jahren nur einmal in der Reichweite von Raketen aus dem Gazastreifen.

Man werde verhindern, dass der ESC in Israel ein Erfolg wird, sagte ein Sprecher der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Der Konfikt hat sich am Wochenende gefährlich hochgeschaukelt. Mindestens drei Israelis wurden durch Raketensplitter getötet. In Gaza starben neun Personen bei israelischen Luftangriffen, unter ihnen eine Mutter mit Kind. Ein Hamas-Führer wurde in seinem Auto von einer israelischen Kampfdrohne getötet. Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu befahl massive Gegenschläge.

Kronen Zeitung

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