„Unsensibel!“

Käfer-Sammelaktion sorgt für Kritik an Agrana

Für Kopfschütteln in der Bauernschaft hat ein Angebot des heimischen Agrarkonzerns Agrana gesorgt. Zehn Euro pro Kilogramm Rüsselkäfer wurden den Landwirten angeboten. NÖ-Landwirtschaftskammer-Chef Johannes Schmuckenschlager forderte eine Entschuldigung vom Unternehmen der Raiffeisen-Gruppe ein.

„Enttäuschend ist, dass ein agrarischer Verarbeiter so unsensibel ist. Das sind Methoden aus dem vorigen Jahrtausend! Damit wird man keine moderne Landwirtschaft betreiben können“, so Bauernchef Johannes Schmuckenschlager auf Anfrage der „Krone“.

Große Ernteausfälle bei Zuckerrüben befürchtet
Hintergrund der harschen Kritik an der Agrana, Teil des übermächtigen Raiffeisen-Konzerns, ist ein wohl eher skurriler Vorschlag. 10 Euro werden Landwirten geboten, wenn sie ein Kilo Rüsselkäfer sammeln. Die „Plagegeister“ vermehren sich derzeit ungemein und bedrohen vor allem die Rübenkulturen in den großen Anbaugebieten wie Tullnerfeld und Marchfeld.

Große Ernteausfälle werden bereits befürchtet, doch die „neuen“ Methoden zur Bekämpfung sind fragwürdig. Schmuckenschlager fordert nun eine Entschuldigung: „Es kann nicht sein, dass jetzt die Bauern fürs Käferglauben Prämien bekommen. Diese Vorgehensweise ist Gutsherrenmentalität und inakzeptabel.“

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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