30.04.2019 22:30 |

Salzburgerin warnt

Fake-Wohnungen werden auf der Unibörse angeboten

„Sehr schöne 3-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmeter in Lehen um 700 Euro im Monat.“ So lautete ein Inserat auf der Börse der Uni Salzburg. Für Tanja Schober ein Traum, der sich aber rasch als Albtraum entpuppte. Denn die Immobilie existiert gar nicht. Die Betrugsmasche zielt rein auf die vorab zu überweisende Kaution ab.

Es klang viel zu schön, um wahr zu sein. Die Betrügerin gab sich als Lisa Fellner aus – angeblich Apothekerin französischer Herkunft und Mutter dreier Kinder. In holprigem Deutsch wurde auf der ÖH-Börse nach einem „ehrlichen Nachmieter“ gesucht. Sogar gut erzogene Haustiere seien laut Inserat erlaubt.

Katzenliebhaberin Tanja Schober aus Salzburg konnte ihr Glück kaum fassen und machte sich direkt einen Besichtigungstermin aus. Sie wartete geschlagene 40 Minuten vor dem Wohnblock nahe des Lehener Parks. Gekommen ist niemand. „Meine beste Freundin hat mir davon abgeraten, im Voraus die 1400 Euro Kaution auf das deutsche Bankkonto zu überweisen“, macht die 52-Jährige ihrem Ärger Luft. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei und will vor allem jungen Leuten die Augen öffnen. Auch ein zweites Inserat - eine 52-Quadratmeter-Wohnung in Aigen um 480 Euro - stellte sich als Fälschung heraus.

Fake-Inserate sind schwer herauszufiltern

ÖH-Vorsitzender Felix Klein erklärt, wie solche Fake-Anzeigen zustande kommen: „Die Betrüger machen sich die Mühe und erstellen das Inserat tatsächlich selbst. Meist ist der Preis zu gut für das Objekt, auch die Bilder sehen übertrieben schön aus. Alleine in diesem Monat sind 1500 Anzeigen online, 120 wurden automatisch blockiert, 19 von Nutzern gemeldet.“ Selbst erstellte Inserate seien schwer herauszufiltern. Klein warnt eindringlich davor, Geld vor einer Besichtigung zu überweisen.

Sandra Aigner
Sandra Aigner
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