30.04.2019 12:50 |

In Werfen-Sulzau:

Eisenwerk jubelt über gute Auftragslage

Das Pongauer Familienunternehmen freut sich weiterhin über volle Auftragsbücher. Der Umsatz stieg 2018 um 6,5 Prozent auf 77,4 Millionen Euro. Zu kämpfen hat die Firma aber mit gestiegenen Rohstoffpreisen. Und auch die Suche nach Mitarbeitern ist schwierig. 

Die Salzburger Firma Eisenwerk Sulzau-Werfen (ESW), einer der weltweit führenden Hersteller von Walzwerkwalzen für die Stahlverformung, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das Pongauer Unternehmen produzierte 2018 mehr als 22.000 Jahrestonnen und konnte den Umsatz um 6,5 Prozent auf 77,4 Mio. Euro heben. Besonders gut im Geschäft ist der Pongauer Betrieb in den USA, Mexiko, Indien und Deutschland. Gestiegene Rohstoffpreise drücken zwar auf die Ertragslage, dennoch zeigt sich die Unternehmensleitung insgesamt zufrieden und ist auch für das laufende Jahr optimistisch. Die Produktionskapazitäten am Standort in Tenneck sollen moderat ausgebaut werden.

„Das Eisenwerk ist sehr gut aufgestellt, wir haben ein sehr gutes Produkt und eine ausgezeichnete Positionierung am Weltmarkt“, sagt der Vorstandsvorsitzende Georg Hemetsberger.

Kostenfaktor: Rohstoff Fe-Vanadium auf ungeahntem Preishöhenflug

Ein unauffälliger, aber vor allem für die hochlegierten Walzen sehr wichtiger Legierungsbestandteil, hat auf den Rohstoffmärkten zu einem unerwarteten Höhenflug angesetzt: Der Preis von Fe-Vanadium, das in der Stahlherstellung zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit und damit zur Verbesserung der Verschleißfestigkeit zum Einsatz kommt, hat sich im letzten Jahr teilweise verfünffacht. „Lag der durchschnittliche Kilopreis in den Jahren 2012 bis 2016 noch bei rund 15 Euro, mussten wir im Vorjahr im Schnitt dafür 50 Euro, am Höchststand sogar 80 Euro per Kilo bezahlen. Das bedeutete für uns um bis zu fünf Mio. Euro höhere Kosten, die nur zum Teil durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden konnten“, so Hemetsberger.

Neues Kundencenter wird fertiggestellt

Auch im aktuellen Jahr laufen die Geschäfte sehr gut. „Wir planen eine Absatz- und Produktionsmenge von mehr als 22.500 Jahrestonnen ein, wobei der Auftragseingang erneut eine höhere Tonnage zulassen würde. Daher gibt es Überlegungen, die Kapazitäten, trotz der eingeschränkten Möglichkeiten am Standort in Tenneck zu erhöhen“, erklärt Vorstand Hemetsberger. Bereits heuer im Spätsommer ist die Fertigstellung des neu gebauten Kundencenters sowie des Sozialtrakts für die knapp 290 Mitarbeiter geplant. Die Investitionen dafür belaufen sich auf über zwei Mio. Euro. 

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