Do, 23. Mai 2019
19.04.2019 16:26

Umweltanwalt rügt:

Man sagt den Leuten in Linz „Hört auf zu atmen!“

„Wenn wir ganz konkrete Projekte des öffentlichen Verkehrs nicht auf die Reihe bringen, dann ist die unterschwellige Botschaft an die Leute klar: ,Hört auf zu atmen!’“ So dramatisch rügt Landesumweltanwalt Martin Donat die Politik. Ohne Richtungsänderung akzeptiere man vermeidbare Gesundheitsbelastungen in Linz.

„In fünf oder zehn Jahren wird rückschauend niemand Verständnis dafür haben, dass man sichheute aus den und den kleintaktischen Überlegungen über die Regiotram nach Gallneukirchen oder die zweite Schienenachse durch Linz nicht einigt“, meint Donat.

Uneingelöste Versprechen im Öffentlichen Verkehr
Und er fragt, auf die Gegenwart bezogen: „Warum diskutieren wir über angesichts der Friday for Future-Demonstrationen über ,Schuleschwänzen’ und nicht über uneingelöste Versprechen im ÖffentlichenVerkehr? Und darüber, dass wir lieber Strafzahlungen durch die EU in Kauf nehmen, als das Geld in eine zukunftsfähige Mobilität zu investieren?“

„Äußerst wenig ambitioniertes Programm“
Das von der Landesregierung noch immer nicht beschlossene Programm zur Verringerung der Stickstoffdioxid-Belastung (NO2) in Linz nennt Donat „äußerst wenig ambitioniert“. Im Bereich Römerbergtunnel in Linz wird ja nach wie vor der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm überschritten. Bis dato fehle der Mut zu richtungsändernden Maßnahmen im Bereich Mobilität.

Verbindlicher, zeitnaher Ausbau ist nötig
Damit meint Donatzum Beispiel den verbindlichen, zeitnahen Ausbau getakteter, rascherer ÖV-Verbindungen von und nach Linz. - inklusive aufbaufähiger, rascher finanzierbarer Zwischenlösungen. Zum Beispiel könnte man auf der Trasse der künftigen Regiotram ins zentrale Mühlviertel inzwischen mit O-Bussen fahren. Mehr vom Plädoyer des Umweltanwaltes hier!

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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