12.04.2019 05:00 |

Trend im Andräviertel:

Kaffee beim Hipster oder beim Urgestein

3000 Bewohner zählt das schicke Salzburger Andräviertel - Trend steigend. Und auch die Kaffeehäuser vermehren sich. 16 wurden alleine seit Juli 2018 in der Stadt eröffnet.

Mit dem „Tomaselli” (gegründet 1700) beherbergt die Altstadt Österreichs ältestes Kaffeehaus, mit dem „Schatz” (1887) Salzburgs kleinstes. Und auch das „Fürst” (1884) und das „Café Mozart” (1923) haben eine stolze Historie.

Mit dieser kann das Andräviertel zwar nicht mithalten, dennoch hat die Gegend rund um den Mirabellplatz ihr spezielles Flair – hip und traditionell zugleich. Das spiegelt sich auch in der Kaffeehauskultur wider.

In der Wolf-Dietrich-Straße haben sich drei „Hipster-Cafés“ angesiedelt: „M Passione“, „Röstzimmer“ und „Vintage Coffee“. Subkultur mit viel Kreativität und Geschmack.

Während Martin Studeny in seiner Patisserie neben Cappuccino auch Macrons und Eclairs zaubert, röstet Nachbarin Erna Reichinger ihren Kaffee im Laden, der einem gemütlichen Wohnzimmer gleicht. Seit Oktober 2014 wird hier selbst importierter Bio-Kaffee aus Äthiopien geschlürft. Zuletzt reiste die Chefin vergangenen November nach Ostafrika, um Nachschub an schmackhaften Bohnen zu holen. So schmecken ihre Mehlspeisen gleich doppelt.

Wer den Wachmacher aus Neapel und herzhafte Happen bevorzugt, kommt ein paar Schritte weiter bei Mahir auf seine Kosten. Falls von den täglich 30 frisch zubereiteten Sandwiches dann noch welche übrig sind

Direkt um die Ecke ein ganz anderes Bild


300 Meter weiter reihen sich entlang der Franz-Josef-Straße gleich vier Cafés aneinander. Vom Kongresshaus kommend beginnt die Kette mit dem „Tiziana“, gefolgt von „The Heart of Joy“ und den Urgesteinen „Wernbacher“ und „Fingerlos“ (gegründet 1996).

Die aus dem Veneto stammende Familie rund um Chefin Tiziana Possamai holt ihre Produkte aus der Prosecco-Gegend. Die Mama bäckt köstliche Kuchen, Bruder Lorenzo fabriziert cremiges Eis und der Kaffee wird sogar in ihrer Heimatstadt geröstet.

Im „The Heart of Joy” nebenan ist alles bio und vegan. Dann geht es auch schon direkt ins „Wernbacher”. Bald nach Gründung des Traditionslokals anno 1952 fungierte dort die erste Espressomaschine in Salzburg als wahrer Kundenmagnet. Und das, obwohl der große Braune damals horrende 3,50 Schilling gekostet hat. Das Moderne verdrängt also keinesfalls das Urige. Beim „Krone“-Rundgang waren alle Läden gesteckt voll. Zugegeben – es war Schrannentag

Sandra Aigner

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