07.04.2019 10:30 |

63 Prozent unzufrieden

Tiroler Verkehrspolitik sieht die Rote Karte

Das Urteil für die Tiroler Verkehrspolitik fällt schlecht aus: 63 Prozent der Bevölkerung sind, wie die aktuelle Online-Umfrage des IMAD-Instituts für die „Tiroler Krone“ ergab, nicht zufrieden. Die Blockabfertigung wird überwiegend gut geheißen, die Ablehnung des umstrittenen Luft-Hunderters hält sich in Grenzen.

Diese Zahlen sollten der Politik zu denken geben: 16 Prozent der Bevölkerung zeigen sich mit der Verkehrspolitik „sehr“ unzufrieden, 47 Prozent „eher unzufrieden“. Lediglich etwas mehr als ein Viertel der Tiroler sind mit der Verkehrspolitik einverstanden: Die Befragung ergab 25 Prozent „eher Zufriedene“ und lediglich drei (!) Prozent „sehr Zufriedene“.

Innsbrucker zufriedener
Unterschiede in der Bewertung gibt es in den einzelnen Bezirken. Die Innsbrucker und Bewohner des Bezirks Innsbruck-Land zeigen sich zufriedener als die Befragten in den anderen Bezirken.

Die größte Unzufriedenheit herrscht im Bezirk Reutte. Der Anteil der „Sehr Unzufriedenen“ liegt in dieser vom Transit gebeutelten Region bei enormen 53 Prozent. In den Bezirken Imst, Kitzbühel und Lienz ist man in der Mehrzahl „eher unzufrieden“.

Öffis gut aufgestellt
Diejenigen, die eine positive Bewertung abgaben, taten dies vor allem deswegen, weil sie den öffentlichen Verkehr für gut aufgestellt halten (40 Prozent) und weil die Politik zumindest bemüht sei (31 Prozent).

Die negative Bewertungen begründen sich vor allem damit, dass in Tirol zu viele Lkw unterwegs seien und der Transitverkehr zu stark sei. Gleichzeitig würde zu viel geredet, aber nichts passiere bzw. würden zu wenig Maßnahmen getroffen. Kritisiert werden außerdem „zu viele Staus“ und dass Orte und ganze Täler im Durchzugsverkehr „ersticken“.

Für Blockabfertigung
Keinen Zweifel lässt die große Mehrheit (76 Prozent) der Befragten daran, dass sie mit der Blockabfertigung von Lkw auf der Inntalautobahn einverstanden ist und sie für eine sinnvolle Maßnahme für die Bevölkerung hält. Die stärkste Zustimmung dazu kommt verständlicherweise von den Bewohnern des Bezirks Kufstein. 18 Prozent sehen keine sinnvolle Maßnahme.

Eine geschlossene Front gibt es bei der Bewertung des Nachtfahrverbots für Lkw auf der Inntalautobahn. 66 Prozent sprachen sich für dessen Beibehaltung aus.

53 Prozent gegen Lufthunderter
Weniger Gegenwind als vielleicht erwartet erfährt der „Lufthunderter“ auf der Inntalautobahn. Zwar sind 53 Prozent gegen diese Maßnahme, jedoch 44 Prozent dafür.

Für die Öffnung des Pannenstreifens bei starkem Verkehr gibt es keine Mehrheit. Im Gegenteil: 56 Prozent der Befragten sind dagegen, lediglich 39 Prozent sind dafür – darunter befinden sich interessanterweise vor allem Männer.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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