Die Murmetropole wird immer mehr zur Fahrrad-Stadt. Die aktuelle Erhebung der Verkehrsmittelnutzung („Modal Split“) ergab, dass der Rad-Anteil in der Stadt mittlerweile fast bei 20 Prozent liegt. Gleichzeitig wird immer weniger Auto gefahren. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs ist in etwa gleich geblieben.
Alle fünf Jahre wird das Mobilitätsverhalten der Grazer untersucht. Letzten Herbst wurden 2040 Personen befragt. Und das Ergebnis ist eine Sensation, zumindest eine kleine: Der Rad-Anteil liegt bei 19,3 Prozent und ist hoch wie nie zuvor. „Er hat sich seit der ersten Erhebung im Jahr 1982 mehr als verdoppelt“, sagt Gerald Röschel von ZIS+P, der die Erhebung durchgeführt hat (siehe Grafik). Zum Vergleich: In Salzburg lag der Rad-Anteil zuletzt bei 20 Prozent, in Linz bei sieben Prozent.
Der Umweltverbund (Fuß, Rad und Öffis) kommt zusammen auf einen Anteil von 59 Prozent. „So nah dran waren wir noch nie an den städtischen Mobilitätszielen“, sagt die Grazer Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ). Der Zielwert für 2020 liegt bei 63 Prozent.
„Wir dürfen jetzt aber nicht stehen bleiben“, mahnt Barbara Urban, die Leiterin der städtischen Verkehrsplanung. So müssten die Radwege ausgebaut werden, „sonst verlieren wir die Radfahrer wieder“, so Urban.
Öffis müssen besser werden
Auch bei den Öffis soll es Verbesserungen geben. Die Betriebszeiten sollen ausgedehnt, der Takt soll verdichtet und die Wartezeit beim Umsteigen verkürzt werden. Zudem wiederholte Kahr zwei alte Forderungen. Nr. 1: Das günstige Jahresticket müsse günstig bleiben. Nr. 2: Das Straßenbahnnetz müsse zügig ausgebaut werden.
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