Qualitätsstudie

52 Wundinfektionen bei „Liesln“ nach Hautkrebs-OP

Als bundesweiter Vorreiter bei der Überwachung von Wundinfektionen nach Hautkrebs-Operationen konnte sich das Ordensklinikum der Elisabethinen in Linz profilieren. Seit 2014 läuft dort eine Studie, bei der mehr als 3000 Patienten nach dermatologischen Eingriffen beobachtet werden. Ziel ist, die Infektionsraten zu senken.

Das erfreuliche Ergebnis der Studie vorweg: Von den 3001 Patienten, die sich zwischen 2014 und 2018 auf der Dermatologie des Ordensklinikums einer Hautkrebs-OP unterzogen haben, traten bei nur 52 (1,73 Prozent) Wundinfekte auf. „Jeder Infekt ist zwar einer zu viel, doch wir bewegen uns auf einem sehr guten Niveau“, sagt Oberarzt Gerald Exler.

Zahlen sollen weiter gesenkt werden
Ziel dieser Studie sei, die Zahlen weiter zu senken, auch wenn die Menge an Hautkrebspatienten von Jahr zu Jahr zunimmt. Fehlerquellen können damit rascher entdeckt, Gegenmaßnahmen effizienter gesetzt werden. „Kollegen aus dem Wiener Bereich wollen uns das jetzt nachmachen. Beispielsweise wissen wir nun, dass Infekte vor allem am ersten Tag des Eingriffs auftreten können“, so Exler.

„Studie wird fortgeführt“
Qualitätsmanagerin Sabine Arbacher beschreibt die Vorgangsweise der Studie: „Direkt nach der OP füllt der Chirurg eine Checkliste aus. Die weitere Beobachtung der Wunde führt aber nicht er, sondern eine unabhängige Pflegekraft beim Verbandswechsel durch.“ Lob kommt von Klinikumchef Stefan Meusburger: „Hier wird methodisch sauber gearbeitet. Die Studie wird fortgeführt.“

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 06. August 2020
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