07.03.2019 05:30 |

Ramsau am Dachstein

Einziger Katholik bekommt am Karfreitag auch frei

„Nun sag’, wie hast du‘s mit der Religion?“ - Goethes Gretchenfrage bekommt heuer besondere Aktualität, nachdem die Regierung beschlossen hat, dass der Karfreitag ein normaler Arbeitstag wird. Für die Evangelischen bedeutet die neue Regelung einen Feiertag weniger; in Ramsau haben sie trotzdem frei.

„2824 Bürger zählt unsere Gemeinde“, antwortet Bürgermeister Ernst Fischbacher wie aus der Pistole geschossen, „80 Prozent davon sind evangelisch“. Ja, Ramsau am Dachstein ist die steirische Protestanten-Hochburg, und das schon seit Jahrhunderten.

Für den Großteil der Bewohner gehört ein freier Karfreitag zum Osterfest wie das rote Ei, und das wird sich auch nach der Karfreitags-Regelung der Regierung nicht ändern: „Er ist unser höchster Feiertag und wird daher sehr intensiv gelebt“, erzählt der evangelische Ortschef, „die Kirche ist um 15 Uhr voll“.

„Ich bin ohnehin rund um die Uhr erreichbar“
Daher ist es für Fischbacher selbstverständlich, dass seine Gemeindebediensteten am 19. April nicht arbeiten müssen: „Der einzige katholische Angestellte hätte angeboten zu arbeiten, doch ich habe ihm frei gegeben. Ich bin für die Bewohner ohnehin rund um die Uhr erreichbar, und zwar 365 Tage im Jahr“, schmunzelt der Ramsauer Bürgermeister.

Und wie halten es die anderen steirischen Kommunen? Nun, die meisten setzen den Bundes-Beschluss um, auch die Grazer und Landes-Beamten müssen bis 12 Uhr „hackeln“.

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger

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