Während einer Gemeinderatssitzung im Juli 2005 meinte Nagl: "Da handelt es sich um Menschen, die sowohl im privaten Bereich als auch im Wirtschaftsbereich andere Menschen ausnutzen. Ich bin dagegen, dass wir diesen gesetzeswidrigen Zustand in der Stadt Graz einfach tolerieren."
Den Arbeiterstrich am Eggenberger Gürtel (Ecke Friedhofgasse) gibt es noch heute. Dutzende Männer - in der Regel Ausländer - stehen auf der Straße und warten vor den Augen der Behörden auf Auftraggeber, die per Pkw oder Lieferwagen vorfahren. Dass es in Graz billige Arbeitskräfte gibt, hat sich offenbar längst in der gesamten Steiermark herumgesprochen, wie man an den Nummernschildern der Auftraggeber unschwer erkennen kann.
Für den Grazer FPÖ-Chef Mario Eustacchio ist das ein unhaltbarer Zustand: "Hier wird bewusst weggeschaut. Leider gibt es eine Nachfrage nach Schwarzarbeitern." Eustacchio fordert, dass Finanzamt, Gebietskrankenkasse und Asylbehörde endlich etwas unternehmen.
Immer wieder Ausschreitungen
Dass es am "Arbeiterstrich" nicht immer friedlich zugeht, zeigte sich etwa im August 2009. Damals wurde eine schwangere Frau von Rumänen mit einem Messer bedroht, geschlagen und getreten. Schuld war ein Streit um einen Standplatz.
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