26.02.2019 11:07 |

Würdigt nur Christen

12-m-Kreuz für tote Soldaten beschäftigt US-Justiz

Errichtet wurde es eigentlich für stilles Gedenken, doch dieses Riesenkreuz (siehe Video oben) in den USA sorgt für lautstarken Streit. Erinnert werden soll mit dem Denkmal an Soldaten, die im Ersten Weltkrieg getötet wurden. Zwölf Meter ist es hoch, es steht auf öffentlichem Grund in Bladensburg im Bundesstaat Maryland und wird mit öffentlichen Geldern unterhalten. Genau das stört Kritiker - sie fordern, dass das Kreuz wegkommt.

Die Begründung der Kritiker: Das zwölf Meter hohe Kreuz im Städtchen Bladensburg, rund zehn Kilometer nordöstlich von Washington, verletze die in der US-Verfassung verankerte Trennung von Kirche und Staat. Hinterbliebene der Soldaten und Veteranen wollen das aber nicht hinnehmen.

Denkmal würdigt nur christliche Veteranen
„Es ist eine unglückliche Sache. Sie haben ein christliches Kreuz errichtet, das nicht alle Veteranen ehrt, sondern nur christliche Veteranen. Sogar manche Christen finden, dass ein Kreuz, das für einen Krieg steht, Gotteslästerung ist. Daher haben sogar Christen manchmal ein Problem damit“, erläutert der geschäftsführende Direktor des Humanistischen Verbandes der USA, Roy Speckhardt.

Nachfahren kämpfen für Erhalt des Kreuzes
Errichtet wurde das Kreuz 1925. Gedacht wird mit ihm 49 getöteter Soldaten aus der Region. Deren Nachfahren sowie Veteranen kämpfen für den Erhalt des Kreuzes. „Es ist sehr belastend und traurig, sich vorzustellen, dass jemand ein Denkmal weghaben will, das an Männer erinnert, die ihr Leben im Kampf für unser Land verloren haben“, sagte die Nichte eines auf dem Kreuz geehrten Soldaten.

Der Streit um das Kreuz hat schon mehrere Gerichte beschäftigt, nun wird sich der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaaten in Washington der Sache annehmen. Sollte er den Kritikern des Kreuzes Recht geben, könnte das auch für andere Gedenkstätte in den USA Folgen haben. Eine Entscheidung der Höchstrichter wird noch vor dem Sommer erwartet.

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