25.02.2019 20:30 |

Pläne enthüllt

Umbau des Congress Leoben ist jetzt auf Schiene

Alle Stückeln spielen wird der Neubau des Leobener Kongresses, dessen Pläne am Montag zunächst den Klubobmännern aller Fraktionen und danach auch der Presse vorgestellt wurden. Nach Baubeginn im März 2020 soll bis Juni 2021 in der Innenstadt ein völlig neues Kongress- und Veranstaltungszentrum mit barrierefreien Saal und einem Innenhof entstehen. Baukosten: sechs Millionen Euro.

Kernstück des neuen, modernen Kongresszentrums bildet ein Mehrzwecksaal, der 510 Personen Platz bietet und mit barrierefreiem Eingang auf das Niveau der Josef-Graf-Gasse abgesenkt wird. Dafür trägt man den Gebäudebestand zwischen dem Alten Rathaus und dem Hotel Kongress komplett ab. Vorgesehen ist eine große Bühne mit zwei Neben- und einer Hinterbühne. Der Saal selbst ist teilbar, eine Aufbereitungsküche und Garderoben ergänzen das Ensemble.

Das historische, unter Denkmalschutz stehende Rathaus bleibt bestehen. Die beiden kleineren Säle („Erzherzog Johann“ und „Peter Tunner“) sowie das Café und die Seminarräume sind in das Gesamtkonzept miteinbezogen.

Das benachbarte Kongress-Hotel erhält einen eigenen Zugang. „Somit bilden alle drei Gebäude eine themenbezogene Einheit“, betonte Bürgermeister Kurt Wallner.

Tiefgarage wird erweitert
Erfreuliches gibt es auch für die Autofahrer: Wo einst der Supermarkt Billa war, wird die Tiefgarage um 55 zusätzliche Pkw-Stellplätze erweitert (sie wird von den Stadtwerken heuer um knapp eine Million Euro saniert). Es wird eine direkte Verbindung zum Hotel und zum Rathaus geben.

Was sagt die Opposition?
„Ich bin erstens froh, dass es zur Umsetzung kommt, und zweitens, dass es eine schöne Veranstaltungshalle wird. Gedanken machen sollte man sich noch über die Anbindung zum denkmalgeschützten alten Rathaus“, sagt Reinhard Lerchbammer (ÖVP). Gerd Krusche (FPÖ) meint: „Im Großen und Ganzen hat das Projekt ein positives Echo gefunden. Jetzt geht es um die Detailplanung, dann kommt es zur Vergabe im Gemeinderat.“

Unzufrieden mit der Präsentation war Walter Reiter von der gleichnamigen Bürgerliste: „Es gab keine Fakten. Die Kosten von sechs Millionen Euro sind nur reine Umbaukosten. Dazu kommt noch die Einrichtung, das Projekt wird somit insgesamt wesentlich teurer.“

Heinz Weeber, Kronen Zeitung

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