09.02.2019 18:00 |

Aus Budget gestrichen

Hartberg: Pläne für Gartenfestival liegen auf Eis

Groß waren die Pläne, doch seit Freitagabend steht endgültig fest: Es wird 2020 keine Gartenschau in der Bezirkshauptstadt Hartberg geben. Nach langem Ringen wurde im Gemeinderat ein Budget für das heurige Jahr beschlossen, das Festival ist dabei nicht mehr enthalten. Gestorben ist die Idee aber noch nicht.

Die Fronten im Hartberger Gemeinderat sorgen seit zwei Jahren für Spannung: VP-Bürgermeister Marcus Martschitsch verfügt über keine sichere Mehrheit mehr. Einige VP-Abgeordnete haben sich losgelöst und bilden gemeinsam mit SP, FP und den Grünen den „Zukunftspakt Hartberg“.

„Risiko für Gemeinde wurde immer größer“
Im Dezember lehnten sie den Budgetvoranschlag ab. Der Hauptkritikpunkt war das geplante Gartenfestival im nächsten Jahr. „Ursprünglich war ja von einer Landesgartenschau die Rede. Zuletzt wurde das Risiko für die Gemeinde aber immer größer, wir wären wohl mit einer Million Euro ,übrig geblieben‘“, sagt Michael Horvath vom „Zukunftspakt“, mit dessen Stimmen die Gemeinderatssitzung am Freitag einberufen wurde.

Im Vorfeld setzten sich alle aber noch einmal zusammen, letztlich gab es eine Einigung. Das Budget wurde daher am Freitag - ohne den Posten Gartenfestival - einstimmig beschlossen.

Ein neuer Anlauf für 2022 möglich
Martschitsch möchte die Idee aber nicht endgültig begraben: „Ich hatte schon erste gute Gespräche mit Verantwortlichen der Landesregierung, damit die Förderzusagen auch im nächsten Jahr noch gelten.“ Ein ideales Veranstaltungsjahr wäre für ihn 2022, „da gibt es keine Landesgartenschau in anderen Bundesländern“. Erblühen soll neben dem Schlosspark auch der derzeit für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Klostergarten.

Budgetblockade zu Ende
Dass jetzt ein (ausgeglichenes) Budget in Kraft ist, sorgt für Erleichterung. Der Ausbau der B54 (die Gemeinde ist für den Geh- und Radweg zuständig) und die Förderungen für Vereine hingen in der Luft. Horvath sieht aber künftig große Aufgaben zu meistern: „In den vergangenen Jahren gab es keine Strukturveränderungen. Das geht nicht ewig.“

Jakob Traby
Jakob Traby
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