28.01.2019 16:40 |

Umfrage

Tirols Firmen haben wenig Zeit für Innovation

Innovation ist in aller Munde und groß ist das Angebot im Innovationsbereich. Doch wie geht es den Tiroler Unternehmen mit dem Thema Innovation derzeit? Wo stehen die Tiroler Unternehmen in Bezug auf Innovation? All diesen Fragen ist die Tiroler Wirtschaftskammer in ihrer Befragung, dem „Innovationsbarometer“, auf den Grund gegangen.

Rund 200 Unternehmen aller Größen und Branchen nahmen im November 2018 an der Online-Befragung teil. Diese umfasste zwölf Fragen zum Themenbereich Innovation. „Als Vertreterin aller Unternehmer in Tirol hat die Tiroler Wirtschaftskammer den Anspruch, erste Ansprechpartnerin zum Thema Innovation zu sein“, so Barbara M. Thaler, Vizepräsidentin und für das Thema Innovation und Digitalisierung an der Spitze der Tiroler Wirtschaftskammer. „In einem breiten Netzwerk bieten wir den Unternehmen Service rund um das Thema, aber setzen uns auch politisch dafür ein.“

Die Ergebnisse zeichnen ein umfassendes Bild der Tiroler Innovationslandschaft. Für 41 Prozent stellt ein knappes Zeitbudget das größte Innovationshemmnis dar, gefolgt von zu komplizierten rechtlichen und administrative Anforderungen (24 Prozent der Unternehmer). „Die Wirtschaftskammer Tirol fordert, die Rahmenbedingungen zu vereinfachen, als auch Förderungen für den Markteintritt für innovative Produkte bereitzustellen“, so die Vizepräsidentin.

Am meisten Unterstützung bei Innovationsvorhaben bietet externe Beratung (acht Prozent), die Einbindung von Kunden (sechs Prozent) als auch Kooperationen (sechs Prozent). Fast ein Viertel bezieht zumindest teilweise Kunden bei ihren Innovationsvorhaben ein. Rund ein Drittel der Befragten berücksichtigen dabei aktiv Wettbewerbs- und Technologietrends.

„Investitionen in Innovationen sollen wieder attraktiver werden“, so Barbara M. Thaler. 2019 planen 39 Prozent der Unternehmer die Investitionen in Innovationen zu reduzieren, lediglich knapp acht Prozent planen eine Erhöhung. Derzeit investieren nur rund sechs Prozent der Unternehmen mehr als 15 Prozent ihres Umsatzes in Innovationen, die restlichen Befragten nicht mehr als drei Prozent ihres Umsatzes. „Innovation darf nicht nur auf die Entwicklung von technischen Produkten reduziert werden“, so Anja Niedworok, Innovationsexpertin der Tiroler Wirtschaftskammer, „sondern soll umfassend und auf strategischer Ebene im Unternehmen gedacht werden“.

Rund 19 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen die Rahmenbedingungen in Tirol, um Innovationen umzusetzen, als gut bis sehr gut, 24 Prozent als befriedigend. „Die jeweils zwölf Prozent ausreichend bzw. ungenügend sehen wir als Auftrag an uns als Wirtschaftskammer“, so Anja Niedworoks Fazit und Barbara M. Thaler.

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