Eiskönigin Elsa wäre mit ihren magischen Kräften derzeit sehr gefragt. Der heurige „Winter wie früher“ hat zwar unser Land mit einer dicken Schneeschicht beglückt, doch es fehlt an Frost, damit die heimischen Seen auch tragfähige Eisdecken bekommen. Die Linz AG warnt eindringlich vor dem Betreten der Eisflächen der Naturseen.
Eis durchgängig nicht dick genug
Pressesprecherin Susanne Gillhofer: „Pichlinger und Pleschinger See sind zwar zugefroren, aber das Eis ist durchgängig nicht dick genug, um es gefahrlos betreten zu können.“ In dieselbe Kerbe schlägt Martin Haunschmidt, Ortstellenleiter der Wasserrettung Pleschingersee: „Derzeit hat der See sechs Zentimeter dickes Eis, erst ab zehn Zentimetern gilt es als sicher. Wir sehen an den Fußspuren im Schnee, dass die Leute es schon ausprobieren. Die Spuren reichen bis zehn Meter vom Ufer.“
Nie alleine aufs Eis
Auch Martin Eberl von Landesverband der OÖ. Wasserrettung warnt: „Gehen Sie nicht alleine oder unbeobachtet auf eine Eisfläche. Besonders leichtsinnig ist es, bei nur teilweise zugefrorenen Seen nahe an die Eiskante zu gehen.“ Auch wichtig: Bei lautem Knacksen oder Bruchgeräuschen sollte die Eisfläche rasch, aber ohne zu laufen, wieder verlassen werden.
Geheimnis unter Wasser
Was ist unter dem Eis – so vorhanden – los? „Die Fische fahren im Winter durch die niedrigen Temperaturen bedingt generell ihren Stoffwechsel auf ein Minimum hinunter. Dann bewegen sie sich nur wenig und stellen die Nahrungsaufnahme vorübergehend fast vollständig ein“, erklärt Sabine Wanzenböck vom Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee. Der Frost wirkt sich auch „oberirdisch“ aus: Beim Eiskratzen sollten besonders Autofahrer aufpassen, um nicht das Kfz-Pickerl zu beschädigen, so der ÖAMTC.
Christoph Gantner, Kronen Zeitung









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