24.01.2019 17:26 |

Neues TU-Zentrum

In Graz wird an der digitalen Revolution geforscht

Die digitale Revolution erfasst alle Lebensbereiche, von der Industrie über das autonome Fahren bis hin zu vernetzten Haushalten. Sensortechnik und Mikroelektronik sind Schlüsseltechnologien der Zukunft. Am Campus Inffeldgasse der TU Graz entsteht bis Jahresende ein neues Forschungszentrum für diese Felder.

Es ist genau ein Jahr her, dass die TU Graz international für Schlagzeilen sorgte: Die drei Forscher Michael Schwarz, Moritz Lipp und Daniel Gruss entdeckten eine schwerwiegende Sicherheitslücke bei Millionen von Computerchips und halfen mit ihren Entwicklungen dabei, diese zu schließen.

So ein medialer Coup ist natürlich schwer zu wiederholen, „die Leistungen unserer Mitarbeiter sollen aber international sichtbar sein“, gibt Rektor Harald Kainz die Marschrichtung vor. Um Spitzenergebnisse zu erreichen, ist eine passende Infrastruktur notwendig. Ein wichtiger Baustein wird das 15 Millionen Euro teure, neue EBS-Center („Eletronic Based Systems“), für das am Donnerstag die Grundsteinlegung stattfand. Bereits Ende des Jahres sollen die Büros, Seminarräume, Labors und Werkstätten bezogen werden.

280 Millionen Euro in nur fünf Jahren
Im neuen Zentrum werden Wissenschaft und Wirtschaft besonders eng zusammenarbeiten, neben jungen Unternehmen zieht auch die Zentrale von Silicon Austria Labs ein. Bei dieser frisch gegründeten Forschungsgesellschaft ziehen die Bundesländer Steiermark, Kärnten und Oberösterreich an einem Strang, um bei den Schlüsseltechnologien für die digitale Zukunft Spitzenforschung zu betreiben.

Derzeit sind 26 Mitarbeiter an Bord, bis Jahresende sollen es laut Geschäftsführer Werner Luschnig 130 sein, 2023 dann sogar 400. Bis dahin sind Investitionen von 280 Millionen Euro geplant, je zur Hälfte von der öffentlichen Hand und der Industrie. Dass die Zentrale in Graz (und nicht in Villach oder Linz) steht, sorgt für hörbaren steirischen Stolz.

Campus in Graz wächst kräftig
Bereits 2021 wird Silicon Austria Labs aber schon wieder aus dem EBS-Center ausziehen: in ein eigenes Gebäude, das bis dahin in Richtung Sandgasse entstehen wird. Es ist nur eines von mehreren Bauprojekten, die in naher Zukunft am sukzessive wachsenden TU-Campus in Graz-St. Peter umgesetzt werden.

Laut Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, sind nicht weniger als 150 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren geplant! „Die TU Graz ist in Sachen Bautätigkeit eine der dynamischsten Universitäten Österreichs“, betont er.

Jakob Traby
Jakob Traby
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