24.01.2019 08:35 |

Buntes Treiben:

Später Faschingsdienstag sorgt für Narren-Marathon

Weil der Faschingsdienstag auf den 5. März und damit sehr spät fällt, treiben es die steirischen Narren heuer noch länger als gewöhnlich. Während mancherorts gerade die ersten Bühnenproben anlaufen und eifrig an Sketches gefeilt wird, steht bei einigen Gilden des Landes schon die Premiere ins Haus.

Die Ersten im Reigen der beliebten Faschingssitzungen hätten eigentlich jene in Bärnbach sein sollen, mit Terminen ab 11. Jänner. Doch die dortige Gilde schockte im Dezember Szene und Publikum mit der Nachricht, dass wegen des schleppenden Vorverkaufs das ganze Programm abgeblasen werden muss.

Ein schlechtes Zeichen für die gesamte Narrenwelt? Eher nicht, beruhigt Ernst Kranawetter aus Spielberg, Vizepräsident der steirischen Gilden: „Es liegt immer an den örtlichen Vereinen, wie gut sie ihre Karten an den Mann bringen. Von den anderen 16 Gilden, die Faschingssitzungen veranstalten, sind mir keine Probleme bekannt.“

Zuwachs an Faschingsgilden
Im Gegenteil: Mit St. Barbara im Mürztal und Judenburg gab es sogar Zuwachs im Bund österreichischer Faschingsgilden, in dem nun insgesamt 28 steirische Vereine gemeldet sind. Dazu kommen wohl noch einmal zwei bis drei Dutzend außerhalb des Verbands, schätzt Kranawetter. Und es ist kein Aussterben der Tradition zu befürchten, solange die hohe Politik jede Menge Futter für die Sketch-Autoren abwirft, von der Gemeinde- bis zur Bundesebene. „Sebastian Kurz und der Herr Strache geben sicher auch heuer genug her“, schmunzelt Kranawetter.

Als Landesnarrenhauptstadt fungiert heuer Straß, wo ab 31. Jänner die 20. Saison ansteht. Und von Verkaufsproblemen ist bei den Südsteirern keine Spur: Alle 1800 Karten für die acht Vorstellungen sind bereits weg! Das Erfolgsrezept? „Die Abwechslung“, sagt Werner Scheucher, der die Strasser Faschingssitzungen im Jahr 2000 begründete. Der langjährige Kapellmeister und seine Cocktailband sorgen mit ihrer raffiniert abgestimmten Musik dafür, dass der Spannungsbogen bis Mitternacht nicht abfällt.

Insgesamt 84 Leute helfen in Straß mit, elf Autoren schreiben am Programm mit, gestalten Nummernklassiker wie „Dr. Janos“, „Wetti & Trixi“ oder „SIB“ (Straß im Bild). Dafür, dass bei aller Satire kein allzu böses Blut entsteht, sorgt am Ende immer der Strasser Narrenruf: „Samma wieder guat!“

Matthias Wagner
Matthias Wagner
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