15.01.2019 09:59 |

Schneemassen

Lawinen-Serie in Tirol, 500 Haushalte ohne Strom

Mehrere Lawinen sind am Montagabend bzw. in der Nacht auf Dienstag auf Tiroler Straßen abgegangen. Im Außerfern wurde die gesperrte Bahnstrecke von Schneemassen verschüttet. Verletzt wurde dabei laut Informationen des Landes niemand. Aufgrund der immer noch großen Lawinengefahr waren auch am Dienstagvormittag noch zahlreiche Gemeinden, Ortsteile und Weiler auf dem Straßenweg nicht erreichbar. An die 500 Haushalte waren noch ohne Strom…

In Neustift im Stubaital (Bezirk Innsbruck Land) ging ein kleiner Schneerutsch auf die Ranalter Straße (L232) ab. Diese konnte direkt im Anschluss geräumt werden und war am Dienstag bereits wieder befahrbar. In Waidring (Bezirk Kitzbühel) ging eine Lawine auf die Pillerseestraße (L2) ab. Die Straße musste vorübergehend gesperrt werden, eine örtliche Umfahrung war möglich. In Osttirol bei Prägraten verschüttete eine Lawine die Virgentalstraße (L24). Die Straße musste gesperrt werden. Und zwischen Wengle und Bichlbach (Bezirk Reutte) ging eine Lawine auf die gesperrte Bahnstrecke ab.

Bereits am Montagnachmittag hatten zwei Lawinen mehrere Gebäude in Waidring im Bereich Pass Strub und am Salvenberg oberhalb der Gemeinde Brixen im Thale (beide Bezirk Kitzbühel) beschädigt. Die Lawine in Brixen im Thale hatte sich auf einer Seehöhe von rund 1.200 Metern gelöst und traf nach rund 100 Höhenmeter auf die Rückseite eines Einfamilienhauses, teilte die Polizei mit. Dabei drangen die Schneemassen auch in das Haus ein und beschädigten dieses schwer. Eine Frau befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Küche des Hauses, sie blieb unverletzt. Auch ihr Sohn, der zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs vor dem Haus war, wurde von den Schneemassen nicht erfasst und blieb ebenfalls unverletzt.

Verbreitet Lawinenwarnstufe 4
Die Lawinengefahr wurde von den Experten verbreitet mit „groß“, also Stufe 4 der fünfteiligen Skala eingestuft. Nach dem Ende der Schneefälle nehme die spontane Lawinenaktivität deutlich ab. Einzelne sehr große spontane Lawinen seien aber immer noch möglich, vor allem in Kammlagen an Triebschneehängen und auch aus sehr steilen, hoch gelegenen, sonnenbeschienen und noch nicht entladenen Einzugsgebieten. Mit dem Neuschnee und dem starken bis stürmischen Nordwestwind seien besonders oberhalb der Waldgrenze störanfällige Triebschneeansammlungen entstanden, die schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst und gefährlich groß werden können, hieß es. Für Schneesport abseits der gesicherten Pisten seien die Verhältnisse ungünstig.

Rund 500 Haushalte in Tirol noch ohne Strom
Auch am Dienstag haben die starken Schneefälle der vergangenen Tage zu Stromausfällen in Tirol geführt. Rund 500 Haushalte in sieben Gemeinden waren am Vormittag laut Angaben der Tinetz in ganz Tirol betroffen. Es wurden 25 ausgefallene Trafostationen verzeichnet.

Noch vor Mitternacht konnten im Unterland, im Zillertal und im Raum Seefeld rund 1.500 Haushalte wieder versorgt werden, hieß es seitens der Tinetz. In Pfunds und Kappl seien Arbeiter bereits bei den Schadensstellen. Das Kaunertal und Brixen im Thale sollen demnächst beflogen werden. Bei Matrei in Osttirol waren die Mitarbeiter der Tinetz am Vormittag gemeinsam mit der Lawinenkommission am Weg zu den Schadensstellen. Man rechnete bis Nachmittag mit einer Behebung der Störung.

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