Do, 23. Mai 2019
14.01.2019 10:30

Verschreckte Tiere

VGT beklagt Zustände auf Kleintiermarkt in Ried

Mitglieder des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) kontrollierten vor einigen Tagen einen Kleintiermarkt in Ried und mussten zahlreiche illegale Aktivitäten dokumentieren. Die Tierschützer erstatteten Anzeige.

Panische, teils verletzte Tiere, vermüllte Käfige und zahlreiche Gesetzesübertretungen - dieses Bild bot sich am 6. Jänner Aktivisten des VGT bei einer Inspektion des Kleintiermarktes. Laut Tierschutz-Veranstaltungsverordnung konnten viele Gesetzesverstöße beobachtet werden: Eine Gans konnte in ihrem viel zu engen Käfig nicht aufstehen, ihr blieb nur die Möglichkeit, ihren Hals durch die engen Stahlstäbe zu stecken. Auch Plastikmüll war in dem Käfig zu sehen. Als die Tierschützer die Halter auf den Müll im Käfig ansprachen, wiesen diese die Schuld von sich und meinten, sie hätten den Müll schließlich nicht verursacht. Der Aufforderung, den Müll trotzdem zu entfernen, kamen sie laut VGT nicht nach.

Mehrere herkömmliche Hasen-Käfige wurden für die Schau zweckentfremdet: Mehr als 20 Tauben teilten sich den viel zu kleinen Käfig. Trotz der Enge drängten sie sich in eine Ecke, da die Tauben ihren Fluchtinstinkt so nicht ausleben können. Diese Praxis ist laut Tierschutz-Veranstaltungsverordnung ebenfalls illegal. Eine Ente zeigte augenscheinlich Verletzungen am Fuß auf, sie kauerte am Boden und hatte Probleme beim Aufstehen - insgesamt fünf Tiere teilten sich einen kleinen Käfig. Auf Nachfrage, warum das Tier denn verletzt sei, habe der Züchter geantwortet, dass das Tier wohl „zu groß für den Käfig“ sei. VGT-Aktivistin Jana Gruber: „Den Züchtern sind die Probleme der Tiere durchaus bewusst. Aber es scheint ihnen egal zu sein, wenn sie leiden. Der Spaß am eigenen Hobby des Züchtens ist wichtiger als der Schmerz, der den Tieren dadurch verursacht wird. Für Menschen, die Tiere lieben und sie vor solchen Praktiken schützen wollen, ein unerträglicher Zustand. Wir fordern stärkere Kontrollen solcher Märkte!“

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