Mo, 21. Jänner 2019

Hilfe aus dem Süden

12.01.2019 16:28

Die Feuerwehr kämpft gegen die Schneemassen

Der Feuerwehr-Hilfseinsatz in der Obersteiermark ist voll angelaufen: Drei Züge aus anderen Bezirken halfen am Samstag im Bezirk Liezen den lokalen Einsatzkräften, dazu kommen drei Züge aus dem eigenen Bereichsfeuerwehrverband - insgesamt waren am Samstag im Bezirk etwa 640 Florianis mit 140 Fahrzeugen im Einsatz. Auch im Bezirk Leoben schaufeln die Feuerwehren die Schneemassen von vielen Dächern. Am Sonntag könnte Mariazell an der Reihe sein. Sehen Sie hier beeindruckende Bilder von den kräfteraubenden Einsätzen!

Die KHD-Züge werden zu Räumungsarbeiten auf Straßen, Schneeräumung auf Dächern, Fahrzeugbergungen, Versorgungsfahrten und zur Unterstützung bei Evakuierungen eingesetzt. Der sogenannte Katastrophenhilfsdienst-Zug aus Deutschlandsberg ist im Ausseerland tätig (einen Youtube-Clip sehen Sie hier), jener aus Knittelfeld im Bereich Pyhrn (siehe Fotostrecke unten). 

Die Feuerwehrkameraden aus Voitsberg und Graz-Umgebung halfen in Bad Mitterndorf. Und es gibt auch Hilfe innerhalb des Bezirks Liezen: Die Gröbminger unterstützten in Admont, zwei weitere Züge wurden nachalarmiert und im Bereich Irdning und Paltental zusammengestellt. Auch die Bergrettung greift der Feuerwehr unter die Arme.

Die Kräfte aus Voitsberg und Knittelfeld haben am Samstag wieer die Heimreise angetreten und werden am Sonntag durch Feuerwehrkräfte aus den Bereichsfeuerwehrverbänden Leibnitz (Raum Pyhrn) und Radkersburg (Altenmarkt bei St. Gallen) abgelöst. Unterstützung kommt auch aus dem Bereichsfeuerwehrverband Feldbach- das schwere Rüstfahrzeug der Feuerwehr Fehring wird mit einer Mannschaft die Kräfte aus Radkersburg begleiten. 

Großeinsatz auch im Bezirk Leoben
Auch im Bezirk Leoben waren am Samstag zwei Katastrophenhilfsdienst-Züge des Bereichsfeuerwehrverbands im Einsatz - zum einen in Wald am Schoberpass (65 Mann, 13 Fahrzeuge), zum anderen in Präbichl (64 Mann, 14 Fahrzeuge). Sie befreien vor allem einsturzgefährdete Hausdächer von der hohen Schneelast.

Kurz nach Mittag wurde zur Unterstützung der eingesetzten Feuerwehren in Wald auch die Bergrettung Mautern alarmiert, sie rückte mit zehn Personen aus. In Eisenerz wurde begonnen, die Dachfläche des JUFA-Hotels von der Schneelast zu befreien. Am Sonntag wird ein weiterer KHD-Zug in Eisenerz die lokalen Einsatzkräfte unterstützen.

Hilfe in Niederösterreich
Rund 140 „Feuerwehrler“ aus dem Bereichsfeuerwehrverband Bruck werden am Sonntag Katastrophenhilfe in Niederösterreich leisten. Der Ortsteil Neuhaus der Gemeinde Gaming (NÖ) ist in der Nähe von Mariazell gelegen und ­von niederösterreichischer Seite zur Zeit nicht mehr erreichbar. Deswegen wurde Unterstützung aus der Steiermark angefordert, um 16 Objekte von der Schneelast zu befreien.

Auch Einsatz in Mariazell möglich
Ob ein KHD-Einsatz im Raum 
Mariazell bzw. Gußwerk notwendig wird, obliegt der Beurteilung eines Statikers. Diese Lagebeurteilung ist für für Sonntag vorgesehen. Feuerwehrkräfte aus Weiz und Hartberg könnten im Bedarfsfall ausrücken. 

Welche Gebäude besondes gefährdet sind
Besonders im Fokus stehen beim Räumen von Dächern Gebäude, die in der betroffenen Region zwischen 1983 und 2005 errichtet wurden. In diesem Zeitraum galten weniger strenge Ö-Normen für Dachlasten. Die Gemeinden der vom Schneefall stark betroffenen Region wurden informiert und prüfen besonders die Schneelasten dieser Gebäude. Gefährdete Gebäude, die in diesem Zeitraum errichtet wurden, werden in Abstimmung mit den Gemeinden und den Katastrophenschutzbehörden abgeschaufelt.

Bischof zu Besuch
Am Vormittag besuchte der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl den Führungsstab der Feuerwehr in Liezen. Im Zuge seines rund halbstündigen Aufenthalts erhielt er eine kurze Lageeinführung von Bereichsfeuerwehrkommandant Heinz Hartl. Anschließend stand der Stab für Fragen zur Verfügung.

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