10.01.2019 06:30 |

Spezialeinsätze

Wind und Wasser gegen die enormen Schneemassen

Mit besonderen Methoden wird derzeit der Schnee von Bäumen entfernt, die auf Straßen, Stromleitungen oder Seilbahntrassen zu stürzen drohen. So fliegen die Hubschrauber der Heli Austria knapp über die Wipfel, um den Schnee herunterzublasen. Die Feuerwehr Kirchberg rückt der weißen Last mit Löschwasser zu Leibe.

Die roten Helikopter der Heli Austria stehen momentan fast im Dauereinsatz - und zwar für den so genannten „Downwash“: Hubschrauber fliegen knapp über die tief verschneiten Bäume und befreien sie somit von der Schneelast. „Dabei nützen wir den Wind, der unter dem Helikopter entsteht“, informiert Roy Knaus, Chef der Heli Austria. „Je nach Hubschraubertyp beträgt die Windgeschwindigkeit zwischen rund 90 und 120 km/h.“

Die Maschinen werden für „Downwash“-Einsätze unter anderem vom Verbund, den regionalen Energieversorgern, der ASFINAG und von Seilbahngesellschaften angefordert, wenn Bäume entweder Stromleitungen, Straßen oder Lifte akut gefährden.

Helis im Schwebeflug
Von einer angenehmen Aufgabe für die Piloten spricht Heli-Austria-Chef Roy Knaus. „Im Prinzip handelt es sich um Schwebeflüge. Da sich in der unmittelbaren Nähe von Seilbahntrassen oder Hochspannungsleitungen in der Regel keine anderen Seile befinden, besteht bei solchen Einsätzen wenig Risiko. Lediglich Nebellagen bedeuten ein Problem“, sagt Knaus.

Premiere der Feuerwehr
Die Feuerwehr Kirchberg wiederum wendete zum ersten Mal eine spezielle Form von „Downwash“ an. „Im Bereich der Zufahrtsstraße zum Vorderen Sonnberg waren schon einige Bäume geknickt, der von der Gemeinde angeforderte Hubschrauber konnte aufgrund der schlechten Witterung nicht kommen“, erzählt Kommandant Christoph Schipflinger. „Mein Vizekommandant hatte von der Methode gehört, mit Wasser den Schnee von den Bäumen zu spritzen - das haben wir dann umgesetzt.“

14 Florianijünger rückten mit zwei Fahrzeugen zum Vorderen Sonnberg aus. Schipflinger: „Wir haben etwa 20 Bäume vom Wipfel bis ganz herunter quasi gewaschen und die Gefahr gebannt. Die Methode ist sehr wasserintensiv, aber in Kirchberg haben wir zum Glück genügend davon.“ Andere Feuerwehren wollen diese Maßnahme jetzt ebenfalls übernehmen.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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