Beim Liebenauer Stadion soll eine zweite Eishalle errichtet werden. Doch der Bau verzögert sich. Blöd, dass die Grazer Messe die alte Freieisfläche abreißen hat lassen, noch bevor es eine Baugenehmigung gab - denn sie geht der Stadt jetzt ab.
Neben dem Eisstadion in Liebenau, auf dem ehemaligen Busparkplatz, soll eine zweite Eishalle errichtet werden: die Eishalle B. Zudem ist ein Ausbau der Tiefgarage um 200 Parkplätze geplant. Und zwischen dem „Bunker“ und dem Fußballstadion, dort, wo früher die Freieisfläche war, soll eine Fanzone entstehen.
Ursprünglich hätte schon letztes Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden sollen, damit alles rechtzeitig vor der Eiskunstlauf-EM, die im Jänner 2020 in Graz stattfindet, fertig wird. Doch eine Anrainerin legte Einspruch ein.
Statt einmal abzuwarten, wurde die Freieisfläche abgerissen - was taktisch unklug war, wie sich herausstellen sollte. Nicht genug, dass die zweite Halle zu spät fertig wird, bekommen viele Eissportvereine derzeit auch weniger Eiszeiten und müssen nach „GU“ ausweichen.
Messe sucht nach Ausreden
Die Messe soll sich auf den engen Zeitplan herausreden und darauf, dass man gehofft hat, dass die Dame ihren Einspruch doch noch zurückzieht. Man hat sich also verspekuliert.
Bei der Stadt Graz hofft man nun darauf, dass das Landesverwaltungsgericht sich nicht allzu lange Zeit lässt und der Instanzenzug wirklich „durchlaufen“ wird. Es gibt nämlich Überlegungen, dass vorerst nur die Eisfläche, ohne Halle, errichtet wird. Wenn sich das bis zum nächsten Winter ausgehen soll, müsste jedoch spätestens Anfang Mai der Spatenstich erfolgen.
Wenn daraus nichts wird, müsste man woanders eine temporäre Eisfläche errichten. Das würde extra Geld kosten - Geld, in dem die Stadt Graz bekanntlich nicht gerade schwimmt.








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