Sa, 19. Jänner 2019

Salzburg Inoffiziell

07.01.2019 09:00

Löger zu Gast bei seiner Ex-Firma

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Uniqa-Versicherung in der Felsenreitschule fehlten einige Promis, weil sie eingeschneit waren. Der politisch Höchstanwesende wollte partout auf keinem Foto zu sehen sein.

„Ich bin rein privat da.“ Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) flanierte beim Neujahrskonzert der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg mit seiner Ehefrau Claudia ganz entspannt durch die Felsenreitschule und nahm am Neujahrsempfang der Uniqa-Versicherung vor und nach dem Konzert teil. Den Fotowünschen der Medienvertreter verwehrte er sich mit Verweis auf sein Privatleben höflich, aber bestimmt.

Löger war 2017 als Vorstandsvorsitzender von Uniqa Österreich noch Gastgeber. Im Vorjahr zog er es nur zweieinhalb Wochen nach seiner Angelobung als Finanzminister vor, nicht zum traditionellen Neujahrsempfang nach Salzburg zu kommen. Dieses Jahr schüttelte er seinem Nachfolger Kurt Svoboda die Hand, war aber bemüht, jeden Anschein einer unpassenden Nähe zu seinem langjährigen Arbeitgeber zu vermeiden.

Während der Finanzminister ganz privat plauderte, fuhr Kanzler Sebastian Kurz an Salzburg vorbei Richtung Wien. Eine Einladung zu einem kurzen Boxenstopp in der Felsenreitschule hatte es nicht gegeben, eingeladen waren nur Großkunden.

Das Konzert in der Felsenreitschule war zwar ausverkauft, dennoch gab es mindestens 100 leere Sitze: Das Schneechaos hatte vor allem die Gäste aus Tirol und den Salzburger Gebirgsregionen fern gehalten. Das war auch beim Empfang zu merken. „Die Pongauer und Lungauer fehlen“, verriet die Marketingleiterin der Uniqa-Landesdirektion und ÖVP-Bundesrätin Andrea Eder-Gitschthaler.

So hielt das Übermaß der weißen Pracht Salzburgs obersten Exekutivbeamten, Landespolizeidirektor Franz Ruf, davon ab, aus Tamsweg anzureisen. Der mittlerweile ehemalige Landwirtschaftskammer-Präsident und noch aktuelle ÖVP-Nationalrat Franz Eßl blieb angesichts von Schnee- und Verkehrschaos lieber auf seinem Hof in Tamsweg-Pöllitz. Sein Nachfolger Rupert Quehenberger schaffte aber den Weg von Annaberg nach Salzburg. Veronika Scheffer, die neue Sprecherin der Salzburger Salzburger Seilbahnwirtschaft saß hingegen in Zauchensee fest.

Schneetreiben war für Leo Bauernberger, Geschäftsführer der Salzburger Land Tourismusgesellschaft, in den vergangenen Tagen kein Thema: Salzburgs oberster Werber in Sachen Fremdenverkehr verbrachte seinen Winterurlaub nämlich nicht in den heimischen Bergen, wie man vielleicht vermuten würde, sondern in Thailand. Zu seinem Glück blieb er von Tropensturm „Pabuk“ verschont und schaffte es so mit frische Sonnenbräune im Gesicht rechtzeitig zum Neujahrsempfang.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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