Unfall mit Stahlseil

Pistenopfer vom Hauser Kaibling in kritischem Zustand

Steiermark
02.02.2010 16:51
"Sehr kritisch, aber stabil." So hat ein Arzt der Salzburger Christian Doppler-Klinik am Montag den Gesundheitszustand der Angestellten Helga B. (45) aus Lassing bezeichnet, die Samstagnacht beim Skifahren auf dem Hauser Kaibling gegen ein Stahlseil gerast war (Bericht in der Infobox). Wenn die Frau durchkommt, sind bleibende Schäden zu befürchten.

Mittlerweile wurden die vier Begleiter der Obersteirerin einvernommen. Sie alle wissen, dass die Sperre der Pisten auf der Liftkarte vermerkt ist und vor Ort durch Blinklichter, Schranken und Tafeln signalisiert wird.

Keine Anzeigen
Sie wissen auch, dass es kein Problem gewesen wäre, ein Taxi zur Hütte zu bestellen. Dass sie gegen alle Vorschriften gehandelt haben, geben sie zu. Angezeigt werden die Skifahrer aber nicht, weil dafür die gesetzliche Grundlage fehlt. Indes wird unter Lenkern von Pistenraupen diskutiert, ob es sinnvoll ist, die Geräte mit einem (bis zu einem Kilometer langen) Zugseil zu verbinden.

Nachtfahrverbot gefordert
Der Obmann der steirischen Seilbahn- und Liftbetreiber, Karl Schmidhofer, forderte am Montag im Gespräch mit der "Krone" ein generelles und von der Polizei kontrolliertes Nachtfahrverbot für Skisportler. Es sollte aber Ausnahmen geben: "Es gibt ja Anlagen, die Nachtbetrieb anbieten und beleuchtet und gesichert sind."

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