19.12.2018 06:27 |

Rückblick in Skiorten

„Schnee auf Bergen in 100 Jahren unverändert“

Sachlichkeit statt Schreckensszenarien - unter diesem Motto stand in Innsbruck die Präsentation der Studie „Der Winter in Tirol seit 1895“. Forscher und Experten betonten, dass es in Skiorten bei Schneehöhen und Tagen mit Schneebedeckung fast keine Änderung gab. Bei den Temperaturen gilt dies für 50 Jahre.

„Es geht nicht um die Leugnung des Klimawandels, was uns immer wieder vorgeworfen wird“, betonten die Seilbahn-Vertreter Franz Hörl und Reinhard Klier, die die umfangreiche Studie mitinitiierten. Ein Ende des Wintersports sei aber keinesfalls in Sicht. Der Skitourismusforscher Günther Aigner analysierte gesicherte amtliche Daten und zog das Fazit: „Über die letzten 50 Jahre sind die Wintertemperaturen auf Tirols Bergen statistisch unverändert. Betrachtet man lediglich die letzten 30 Jahre, so sind die Winter in diesem Zeitraum sogar um 1,3 Grad kälter geworden.“

Keine langfristigen Trends
Auch die längsten Schneemessreihen aus den Tiroler Wintersportorten (u. a. Galtür, Gerlos, Kitzbühel, Seefeld, Obertilliach) zeigen über die vergangenen 100 Jahre keine signifikanten Trends. Es bestätige sich, dass Schneeverhältnisse primär von den entscheidenden Großwetterlagen abhängen.

Fast zwei Meter Schnee oder nur ein halber
Die maximale Schneehöhe liegt im langjährigen Schnitt bei 1,10 Meter. Die Extremwerte finden sich 1943/44 mit 196 Zentimeter und 2013/14 mit nur 50 Zentimeter. Bezüglich Temperaturen teilt Meteorologe Christian Zenkl die Meinung der Fachwelt, dass gut die Hälfte der Erwärmung auf menschliche Faktoren zurückgeht. „Der Temperaturanstieg auf den Bergen im Winter beträgt seit 1895 etwa 1 Grad. Bis zirka zur Jahrhundertmitte ist jede Absage an den Wintersport unverantwortlich. Denn sie basiert auf nachweislich mangelhafte Klimamodellierungen.“ Relativ milde Winter seien nicht pauschal mit Schneearmut zu verbinden, betont Zenkl

Gletscher-Minus, auch weil es sonniger wurde
Warum gehen dann die Gletscher dramatisch zurück? Die Experten begründen dies teils mit der um 20 Prozent gestiegenen Sonnenscheindauer im Sommer, was den Temperaturanstieg seit den 1980er-Jahren erkläre.

Andreas Moser
Andreas Moser
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