14.12.2018 22:00 |

139 Euro pro Kopf

Spenden-Ranking: Salzburg auf Platz eins!

675 Millionen Euro. So hoch ist die Spendenbeteiligung heuer in Österreich – ein Rekordwert. Im Bundeslandvergleich sind die Westösterreicher am spendabelsten, Salzburg ist die Nummer eins! Demnach sind drei Viertel der Einheimischen bereit, vor allem für Kinder und Tiere tiefer in die Geldbörse zu greifen.

Nicht nur zur Weihnachtszeit wird Herz gezeigt, wie aus dem aktuellen Spendenbericht 2018 zu erfahren ist. Die Salzburger, Tiroler und Vorarlberger sind im Bundesvergleich über das gesamte Jahr hinweg am großzügigsten. Mit 139 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 113 Euro.

Insgesamt wurden stolze 675 Millionen Euro für wohltätige Zwecke von den Österreichern locker gemacht, was ein Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Ob das wohl an der steuerlichen Absetzbarkeit liegt? Immerhin nutzen diese bereits eine Million Österreicher und jeder dritte Spendeneuro wird in den Steuererklärungen angegeben. „Ja“, ist sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands sicher, dass das Absetzen der Spenden bei den Leuten angekommen ist. 

„Spenden könnten immer mehr sein“
Auch das Rote Kreuz Salzburg ist als Spendenorganisation auf die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Ein Großteil der Spenden geht in den Rettungsdienst, der Rest wird für andere Projekte wie „First Responder“ aufgewendet. Die sind Privatpersonen, die in ihrer Freizeit immer eine Rettungs-Ausrüstung im Fahrzeug dabei haben und stets zur Stelle sind. „Wir sind sehr froh und dankbar, wenn wir viele Spenden bekommen. Es kann natürlich immer mehr sein“, so Rot Kreuz-Chefin Sabine Kornberger-Scheuch.

Dennoch keine „Spendenweltmeister“
Die Österreicher sind keine „Spendenweltmeister“. Es zeigen zwar im internationalen Vergleich sehr viele Menschen die Bereitschaft zum Geben, die Spendenhöhe ist aber geringer. Im Vergleich mit Großbritannien mit durchschnittlich 273,73 Euro pro Kopf) und der Schweiz (196,93 Euro) können wir also nicht ganz mithalten.

Ein besonders großes Herz zeigen die Salzburger, wenn es um Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland geht. Die Sympathie mit der Organisation ist dabei besonders ausschlaggebend für die Hilfsbereitschaft. Danach folgt die Sicherheit, sprich, dass Spenden auch zweckgemäß ankommen.

Sandra Aigner
Sandra Aigner
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