Do, 24. Jänner 2019

Großauftrag erteilt

13.12.2018 20:30

GKB investiert 80 Millionen in Sicherheit

Mehr Sicherheit entlang der Graz-Köflacher Bahn - das verspricht ein Großauftrag, der am Donnerstag an ein Konsortium von drei Firmen vergeben wurde. 80 Millionen Euro fließen in den Ausbau von Bahnübergängen und die elektronische Überwachung des Zugverkehrs. Und das nächste Riesenprojekt soll bald folgen.

Immer wieder kracht es an mangelhaft gesicherten Zugkreuzungen der GKB. Erst Mitte September sorgte ein tödlicher Bus-Unfall in der Grazer Grottenhofstraße für Bestürzung. Wie berichtet, soll dort im Sommer 2019 anstatt der bloßen Ampel ein Schranken kommen.

Gewaltiges Paket
Es ist ein kleiner Baustein im gewaltigen Modernisierungspaket, das die im Staatsbesitz befindliche GKB in den kommenden zehn Jahren umsetzt. Am Donnerstag erging ein Auftrag über 80 Millionen Euro an ein Konsortium aus drei Firmen: Die steirische DPB aus Frauental, die niederösterreichische Zelisko und der Milliardenkonzern Siemens Mobility sollen die Technik für mehr Sicherheit liefern.

Alle 98 Kreuzungen werden sicher 
Dazu gehört neben elektronischen Stellwerken, die ab 2022 über eine neue Zentrale in Graz überwacht werden, auch die bessere Sicherung der 98 Bahnübergänge. Sie alle werden entweder durch Ampeln oder Schranken geregelt - in Einzelfällen jedoch auch aufgelassen, so der Plan. Start ist 2019 in Graz und Lieboch; 2020 folgen die Gemeinden Lannach, Dobl, St. Josef, Preding und Wettmannstätten.

GKB-Infrastrukturchef Gerald Klug betont, dass das Sicherheitspaket bereits vor den jüngsten Todesfällen (August in Söding-St. Johann, September in Graz; 2014 vier Opfer in Schwanberg) geplant war: „Es ist eine Reaktion auf die Eisenbahnkreuzungsverordnung 2012, die technische Sicherungen vorschreibt.“

Nächstes Projekt: Elektrifizierung
Klug verrät auch, dass Bund und Land derzeit über die Finanzierung eines noch größeren Projekts verhandeln: die vollständige Elektrifizierung der bisher mit Dieselantrieb befahrenen 92 GKB-Bahnkilometer. Die soll - noch ohne erforderlichen Triebwagen-Ankauf! - gar einen dreistelligen Millionen verschlingen, so Klug, der auf eine Fertigstellung 2024/2025 hofft.

Matthias Wagner
Matthias Wagner

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