13.12.2018 06:30 |

Verblüffendes Bild

Sonde „Juno“ fotografiert „Delfin“ auf dem Jupiter

Die NASA-Sonde „Juno“ hat im Zuge ihrer Mission verblüffende Aufnahmen von der Atmosphäre des Planeten Jupiter zur Erde gefunkt. Auf Bildern ist eine bräunliche Wolkenformation zu erkennen, die verblüffend an einen Delfin erinnert. Entstanden sind die faszinierenden Fotos, die kürzlich auf der Website der US-Raumfahrtbehörde veröffentlicht wurden, mithilfe der JunoCam an Bord des Raumfahrzeuges.

Mit etwas Fantasie ist hinter dem Delfin, der durch Wolkenbänder zu schwimmen scheint, zudem eine Wolkenformation erkennbar, die an den Kopf eines Krokodils erinnert, das hinter dem Meeressäuger her zu sein scheint. Aufgenommen wurden die Bilder am 29. Oktober aus einer Entfernung von rund 18.400 Kilometern, als „Juno“ zum bereits 16. Mal nahe an Jupiter vorbeiflog. Laut Angaben der US-Raumfahrbehörde NASA entstanden die Fotos über der südlichen Hemisphäre des Gasplaneten.

Unser Hirn sucht nach sinnvollen Mustern
Übrigens: Dafür, dass wir in den Aufnahmen einen Delfin erkennen, ist eine als Pareidolie bezeichnete Tendenz des menschlichen Gehirns verantwortlich, in Strukturen wie beispielsweise Gesteins- oder etwa Wolkenformationen alltägliche Dinge oder Objekte zu erkennen. Beispiele dafür sind etwa Landschaftsformationen, wie z.B. das berühmte „Marsgesicht“ in der Cydonia-Region, einem Hochland auf der nördlichen Hemisphäre des Roten Planeten.

Erst im Juni vergangenen Jahres hat die NASA verblüffende „Juno“-Aufnahmen (Bilder unten) der Jupiter-Atmosphäre veröffentlicht. Die darauf abgebildeten Wolkenformationen und Wirbelstürme erinnern, wenn sie um 180 Grad gedreht werden, frappant an ein Gesicht.

Sonde kreist seit Juli 2016 um den Jupiter
„Juno“ hatte den Planeten Jupiter im Juli 2016 nach fünf Jahren Flug erreicht. Die unbemannte und hauptsächlich solarbetriebene Sonde, die etwa 3,5 Tonnen wiegt und so groß ist wie ein Basketballfeld, untersucht den Gasriesen mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten. Von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

Größter Planet unseres Sonnensystems
Mit einem Durchmesser von rund 142.800 Kilometern ist Jupiter der mit Abstand größte und massereichste Planet unseres Sonnensystems. Er ist nach dem römischen Hauptgott Jupiter benannt, zählt zu den Gasplaneten („Gasriesen“), hat keine sichtbare feste Oberfläche und besitzt ein starkes Magnetfeld.

Umkreist wird er von 79 bekannten Monden, von denen Ganymed mit einem Durchmesser von 5262 Kilometern der größte Mond im Sonnensystem ist. In der dichten, hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestehenden Atmosphäre des Jupiters sind parallele Wolkenstreifen und Bänder zu erkennen sowie der Große Rote Fleck (Bild oben) - der größte Wirbelsturm im Sonnensystem.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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