07.12.2018 17:19 |

Aigner feiert Comeback

Der Weltmeister ist wieder im Rennen

Mit der Jänner-Rallye (3. bis 5. Jänner) in Oberösterreich beginnt das kommende Rallye-Jahr früh und mit einem Knall! Aus steirischer Sicht ließ jetzt allerdings auch ein Weltmeister aufhorchen: Andreas Aigner ist ab sofort Teil der Skoda-Familie, wird zumindest an einem Lauf der kommenden Staatsmeisterschaft im Fabia R5 teilnehmen - und hat noch andere längerfristige Ziele.

Vor zehn Jahren - von 5. bis 7. Dezember 2008 - hatte sich der Weißenbacher Andi Aigner im Rahmen der 64. Wales-Rallye mit einem zweiten Platz der PWRC-Wertung zum Weltmeister der Produktionswagenklasse gekürt. Direkt vor Aigner war damals Motorrad-Legende Valentino Rossi ins Ziel gekommen, den WRC-Titel hatte sich Sebastien Loeb geschnappt. Aigner war also schon mit den „Größsten“ unterwegs - jetzt setzt Steiermarks Rallye-Ass aber wieder auf „heimische Kost“.

Denn das neue Skoda-Projekt von Aigners Kumpel und Trauzeuge Günther Knobloch zog auch den ehemaligen Welt- und Europameister in seinen Bann, der als Berater und Pilot in die Skoda-Familie zurückkehrt. „2017 hab ich mit dem Fabia R5 ja schon zwischenzeitlich die Staatsmeisterschaft angeführt“, erinnert sich Aigner zurück. „Als der Günther im Herbst dieses Projekt angefangen hat, hab ich sofort meine Unterstützung zugesagt.“

Vorerst fix: Aigner wird zumindest an einem Staatsmeisterschaftslauf teilnehmen. Mehr Einsätze hängen von Sponsoren ab, sind aber möglich. Auch ein Skoda-internes Duell mit Knobloch liegt im Bereich des Möglichen. „Wir haben Zugriff auf ein Zweitfahrzeug“, verrät der Grazer Knobloch, der nach seiner Karriere als Motorrad-Profi jetzt auf vier Rädern in der Rallye-Staatsmeisterschaft Gas gibt. „Mit Andi in meinem Team oder auch gegen ihn zu fahren ist ein Traum. Er ist ein Mentor für mich. Für mich ist er der schnellste Österreicher im Rallye-Sport!“

Aigner selbst spuckt auch keine leisen Töne. „Mit dem Fabia kämpfe ich um den Sieg mit!“ Aber auch die internationale Bühne liegt im Blickfeld des Obersteirers. „Mein Fernziel ist der Start bei der Rallye Monte Carlo 2020.“ Davor liegt der Fokus aber auf der Staatsmeisterschaft. In der die Steiermark neben dem regierenden Staatsmeister Niki Mayr-Melnhof aus Frohnleiten nun auch mit Knobloch und Aigner zwei brandheiße Skoda-Eisen im Feuer hat.

Georg Kallinger
Georg Kallinger

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