Und was passiert nach derart desaströsen Tiefschlägen? Sie lösen hinter den Kulissen eine heftige Personaldiskussion aus. Vor allem in der Bundeshauptstadt, im Umfeld von HC Strache (im Bild rechts), sei man, sagen wir es höflich, indigniert wegen der massiven steirischen Abkoppelung vom (durchaus positiven) Bundestrend.
Kurzmann kein Volkstribun
Gerhard Kurzmann (im Bild links), der steirische Spitzenkandidat, sei zwar anständig und aufrecht – durchaus Tugenden, die man in der Bewegung schätzt – , leider aber auch kreuzbieder und farblos. Alles andere denn ein Volkstribun, den man für die Landtagswahl im Herbst braucht. Immerhin ist das erklärte Ziel: ein Sitz in der Landesregierung.
Ob die Diskussion ein (neuerlicher) Versuchsballon ist, um doch noch Mario Eustacchio, den Grazer Stadtrat, als Spitzenmann zu installieren? Blaue, im zitierten Strache-Umfeld, tendierten jedenfalls dazu, so die Kunde aus Wien...
Richtig ist jedenfalls, dass die Persönlichkeitswerte für Gerhard Kurzmann – laut IMAS-Umfrage ist er, obwohl schon sehr lange in der Politik, 57 Prozent der Steirer gänzlich unbekannt, lediglich zwölf Prozent finden ihn sympathisch – nicht gerade berauschend sind.
Das ist aber nur eine der Ursachen für das demoskopische Debakel, in das die Landesblauen gerutscht sind. Viel schwerer wog schon da der Eiertanz in Kärnten, der genau in den Umfragezeitraum gefallen ist. "Denn österreichweit schaut's anders, wesentlich besser für die Freiheitlichen aus", wie der IMAS-Forscher Paul Eiselsberg bestätigt.
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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