Käse-Rückholaktion

Experten suchen nach Ursachen für Bakterien-Befall

Steiermark
25.01.2010 23:22
Im Falle der mit sogenannten Listeria-Bakterien behafteten Käsesorten der Hartberger Firma Prolactal ist man noch auf der Suche nach der Ursache. Das Unternehmen ist dabei, den Käse-Befall mit einem externen Expertenteam und in enger Kooperation mit der Lebensmittelaufsichtsbehörde sowie dem Veterinäramt zu erforschen.

Es sollte möglich sein, dass die Produktion "in der gewohnten Qualität in Kürze wieder aufgenommen werden kann", so Prolactal-Geschäftsführer Sebastian Wimmer am Montag.

Bis zu 60 Tonnen Käse befallen
Am Wochenende war eine Rückholaktion für 50 bis 60 Tonnen Käse gestartet: Mittlerweile fand kein weiterer Verkauf in den Supermärkten statt. Kunden werden ersucht, bereits erworbene Produkte in die Verkaufsstelle zurückzubringen, sie erhalten den Verkaufspreis erstattet.

"Aus Sicherheitsgründen rufen wir alle Chargen zurück", sagte Wimmer am Montag. Er betonte, dass es sich bei der Aktion um eine weitreichende, vorbeugende Maßnahme handle, "um jedes Sicherheitsrisiko für die Konsumenten auszuschließen". Betroffen sind nach Analysen einzelner Proben die Sorten Hartberger Bauernquargel Natur, Paprika und Kümmel, Steirischer Quargel mit Paprika bzw. Kümmel sowie die Sorten Fastenkäse Klassik bzw. Chili.

Lebensgefährliche Infektionen möglich
In Österreich waren u.a. Märkte von Spar und der Rewe-Gruppe, in Deutschland nur Lidl-Märkte betroffen. Lidl in Österreich hatte den Käse nicht im Sortiment. Listerien können besonders bei Kranken, Schwangeren oder Neugeborenen schwere und in manchen Fällen lebensgefährliche Infektionen auslösen. Bei gesunden Menschen sind Erkrankungen selten.

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