Feine Kristalle auf dem Auto und schneebedeckte Berge. Der Winter naht in großen Schritten - und doch hört man es im November noch rascheln unter nassem Laub: Einige Igel sind noch unterwegs. Grund dafür ist der außergewöhnlich lange Sommer. Trotzdem heißt das nicht, dass alle Tiere Hilfe brauchen.
„Die Anrufe im Tierheim Mentlberg häufen sich zur Zeit“, weiß Christine Skupien von der Wildtierstation des Tierheims. Das ist aber auch gut so, denn es ist ein Irrtum zu glauben, dass alle Igel, die jetzt noch unterwegs sind, Hilfe brauchen. Ein gesunder Igel sollte auf jeden Fall in Ruhe gelassen werden. Bei einem kranken Tier sieht die Situation anders aus. Aber wie erkennt man den Unterschied?
Wann sollte man helfen?
„Grundsätzlich ist das eine individuelle Entscheidung, aber sichtbare Wunden, Husten oder Röcheln sind eindeutige Anzeichen, dass das Tier behandelt werden muss“, sagt Skupien. Läuft der Igel bei Bodenfrost und Schnee tagsüber noch draußen rum, kann das bedeuten, dass er nach Nahrung sucht.
Der „Birnen-Test“
Ordentlicher Winterspeck ist für das Tier überlebenswichtig. Ab dem Wintereinbruch sollte der Igel mindestens 700 Gramm wiegen. Ein Blick auf die Figur bringt dabei oft Klarheit: Hat der Igel einen birnenförmigen Körper ist er meist gut gerüstet, sieht er aus, als hätte er eine Taille, ist das ein Anzeichen für Untergewicht. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte, sollte der Igel nach der Erstversorgung von einem wildtierkundigen Tierarzt untersucht werden.
Fünf Tipps zur Igelpflege
Bleibt das Tier danach in menschlicher Obhut, sind ein paar Dinge zu beachten.
Wer gerne einen Igel pflegen will, kann sich unter 0512 - 5814510 beim Tierschutzverein 1881 melden - dort ist man um jede Hilfe dankbar.
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