24.10.2018 09:18 |

Bergbau auf der Koralm

Sorge um Trinkwasser: Weststeirer machen Anzeige

Der geplante Abbau von Lithium als Rohstoff für Akkus und Batterien auf der Koralpe bringt Umweltbedenken mit sich. Die weststeirische Gemeinde Deutschlandsberg hat Dienstag Anzeige wegen Umweltgefährdung eingebracht. Befürchtet wird, dass durch den Abbau das Trinkwasser verunreinigt werden könnte.

Mit der E-Mobilität steigt die Nachfrage nach dem Rohstoff Lithium enorm an. Die dunkle Seite: Der Abbau an den großen Lagerstätten bringt auch Umweltbeeinträchtigungen mit sich. Sorge vor Nachteilen für die Umwelt durch Bohr- und Schürfarbeiten auf der Koralpe hat auch Deutschlandsberg.

Zwischenfälle bei Bohrungen
Der Wasserverband bezieht aus der Umgebung Trinkwasser für 20.000 Einwohner. „Durch unterirdische Maßnahmen und Bohrungen kann es zu Verunreinigungen kommen. Wir werden alles tun, damit die Versorgung nicht beeinträchtigt wird“, erklärt Rechtsanwalt Georg Eisenberger. Am Dienstag wurde Anzeige wegen Beeinträchtigung der Umwelt eingebracht. Wie es heißt, sei es bereits in der Vergangenheit bei Bohrungen zu Zwischenfällen gekommen.

„Keine Kontaminierung“
Seitens der Betreiber der Bergbauunternehmung versucht man zu beruhigen. „Es hat keine Kontaminierung gegeben“, erklärt Christian Ragger, Sprecher von der Firma European Lithium. Auch für die Zukunft bestehe keine Gefahr für das Grundwasser, heißt es.

Geplant ist, ab 2021 pro Jahr 800.000 Tonnen Material auf der Weinebene abzubauen.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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