So, 18. November 2018

Rapid gegen Villareal

23.10.2018 15:48

Dibon fordert „elf Haberer“ und Wiedergutmachung

Nach dem 0:3 in Hartberg will sich Rapid so schnell wie möglich für die Blamage gegen den Aufsteiger rehabilitieren. Die Gelegenheit dazu bietet sich am Donnerstag (21.00 Uhr/live Puls 4, DAZN) in der Fußball-Europa-League im Auswärtsmatch gegen Villarreal, wo die Hütteldorfer als klarer Außenseiter antreten. Dennoch glaubt Innenverteidiger Christopher Dibon an die Möglichkeit einer Überraschung.  „Für uns ist das die Chance, gegen einen starken Gegner ein gutes Spiel zu machen.“ 

Villarreal geht laut Dibon als Favorit in die Partie, was allerdings nicht bedeute, dass man in der Kleinstadt unweit von Valencia ein Rückzugsgefecht abliefern müsse. „Wir brauchen eine außergewöhnliche Leistung, um etwas mitzunehmen. Wenn man nur hinten drinsteht und reagiert, wird es sich nicht ausgehen“, warnte der Abwehrspieler. Dibon zählt neben Stefan Schwab, Mario Sonnleitner, Richard Strebinger und Deni Alar zu jenen derzeit fitten Rapid-Profis, die schon vor drei Jahren beim 0:1 in Villarreal mit von der Partie waren.

Keine Schmerzen
„Wir haben damals kein schlechtes Spiel gemacht. Es ist sicher kein Nachteil, wenn man schon dort gespielt hat. Das ist eine Erfahrung, die man weitergeben kann“, betonte Dibon, dessen Leidenszeit erst vor einigen Wochen zu Ende ging. Über ein Jahr lang war Dibon unter anderem aufgrund einer schweren Verletzung im Hüftbereich ausgefallen, nun sieht er sich auf dem Weg zurück zu alter Stärke. „Ich blicke nicht mehr zurück, fühle mich wohl auf dem Platz, habe keine Schmerzen und freue mich auf alle Aufgaben, die kommen. Ich weiß aber auch, dass ich noch Spiele brauche, um wieder auf mein Niveau zu kommen.“

Je schneller Dibon sein Top-Level erreicht, desto besser für Rapid, denn der 27-Jährige ist bei den Grün-Weißen sowohl als Abwehr-Stabilisator als auch als Führungsspieler gefragt. Vor allem in letzterer Eigenschaft wartet offenbar einiges an Arbeit, etwa in punkto möglicher Gruppenbildungen. „In jeder Mannschaft hat es Burschen gegeben, die sich außerhalb des Platzes besser oder schlechter verstanden haben. Ziel ist es, dass man auf dem Platz diese Gruppen nicht erkennt und zusammenhält“, meinte Dibon und sprach von „ein paar Problemchen und Aufgaben innerhalb der Mannschaft. Die müssen wir in nächster Zeit verbessern.“

Kühbauer: Keine Gruppenbildungen
Gegen Villarreal könne man nur als Einheit bestehen. „Es wird nur funktionieren, wenn jeder für den anderen da ist“, warnte Dibon. „Wir müssen 90 Minuten auf dem Feld elf Haberer haben, die füreinander da sind.“ Trainer Dietmar Kühbauer sind Gruppenbildungen, etwa von kroatischsprachigen Kickern, nach eigenen Angaben nicht aufgefallen. „Ich habe nicht den Eindruck, dass Jungs nicht miteinander können. Auf dem Platz müssen die Dinge gemeinsam angegangen werden, egal welche Sprache gesprochen wird“, sagte der Ex-Profi von Villarreals Liga-Rivalen Real Sociedad. Seine Truppe wird von rund 500 Fans nach Villarreal begleitet. Die Partie im Estadio de la Ceramica wurde laut spanischen Medienberichten von den lokalen Behörden angeblich als Hochrisiko-Match eingestuft, weil es im Februar 2016 bei Rapids Duellen mit Valencia zu diversen Vorfällen gekommen war.

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