Sa, 20. Oktober 2018

Tiroler Paar sauer

13.10.2018 05:30

Reise in die Toskana wurde zu wahrem Horror-Trip

Nasse Wände, übler Geruch, kleines Zimmer und eine „Gastgeberin“, die sie mehrmals dazu nötigen wollte, ein dubioses Schreiben zu unterzeichnen: Zwei Innsbrucker (69, 65) erlebten in der Toskana anstatt fünf entspannter Tage den blanken Horror. Am Ende wurde das Pärchen auch noch regelrecht vor die Tür gesetzt.

„Wir haben uns von der Hotelbeschreibung und den Bildern blenden lassen“, gesteht Erika Wieser (Name geändert) nach einem enttäuschenden Italien-Urlaub. „Erst entpuppte sich die Unterkunft als Bed & Breakfast und nicht als Drei-Sterne-Hotel. Dann war das ,Superior‘-Zimmer so klein, dass wir nicht einmal unsere Koffer abstellen konnten“, erzählt die Innsbruckerin. Doch damit nicht genug: Im Zimmer fiel angeblich der Putz von den Wänden und es roch unerträglich. Anderen Gästen war der unappetitliche Frühstücksraum ein Dorn im Auge. „Auf den Fensterbänken feiern Fliegen den zweiten Todestag“, heißt es in einer Bewertung.

Regelrecht vor die Tür gesetzt
Frau Wieser und ihr Lebensgefährte machten erst kein großes Drama daraus und beschwerten sich nur wegen des kleinen Zimmers. Dies brachte aber offenbar die Besitzerin der Unterkunft in Rage. „Sie lief uns ständig mit einem Schreiben nach, aus dem hervorging, dass wir keine Rückerstattung verlangen würden.“ Als sich die Tiroler aber weigerten, den Zettel in schlechtem Deutsch zu unterschreiben, wurde ihnen das Frühstück verwehrt und sie wurden regelrecht vor die Tür gesetzt. Das Paar bekam zwar nach Wochen einen Teil des Geldes zurück, der Urlaub war aber dennoch vermiest. „Künftig werden wir uns Hotelbewertungen genauer durchlesen“, so Wieser.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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