Der Grazer Dom: Bischofskirche, Teil der „Stadtkrone“, eines der wichtigsten Bauwerke der Steiermark - und stark renovierungsbedürftig. Bis 2021 soll das Gotteshaus von Grund auf saniert werden. Die Finanzierung dürfte ein Kraftakt werden, denn die Kosten gehen in die Millionen.
„Im Sommer ist eine gründliche Befundung vorgenommen worden“, erklärt Dompfarrer Heinrich Schnuderl. Restauratoren aus ganz Österreich waren daran beteiligt. Es wurden erhebliche Schäden festgestellt: z. B. an den Fresken und den Holzbänken.
„Auch wenn man es auf den ersten Blick gar nicht sieht: Es besteht dringender Handlungsbedarf“, betont Landeskonservator Christian Brugger. Teilweise sind es Alterserscheinungen, teilweise wurde bei der letzten Sanierung in den 1960er-Jahren gepfuscht.
Eine Deckenmalerei ist bereits probeweise restauriert worden. „250 Arbeitsstunden wurden dafür in Rechnung gestellt“, sagt Brugger. Das geht ins Geld.
„In Summe braucht es sechs Millionen Euro“, sagt Raiffeisen-Generaldirektor Martin Schaller, der Vorsitzender des Kuratoriums für den Grazer Dom ist, und rechnet vor: „600.000 für die Außenarbeiten, mit denen 2017 begonnen wurde, 3,9 Millionen für die Restaurierung des Innenraums, eineinhalb für die Orgel.“
Zwei Millionen Euro fehlen noch
Das Land Steiermark und die Landeshauptstadt Graz haben bereits finanzielle Hilfe zugesagt - „aber es fehlen immer noch zwei Millionen“, appelliert Schaller an die steirische Wirtschaft, auch das Portemonnaie zu öffnen.
Der Zeitplan: Nächstes Jahr soll als Erstes das Kirchenschiff restauriert werden - die Arbeiten beginnen nach Ostern, der Dom bleibt derweil geschlossen -, 2020 dann der Altarraum. Zu guter Letzt wird 2021 die Orgel vom Baustellenstaub gesäubert und generalüberholt.
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