Mo, 22. Oktober 2018

Pro Volksbegehren

07.10.2018 06:00

Frauenmörder kämpft jetzt für Frauenrechte

Es war ein ungewöhnliches Anliegen, das zwei Insassen des Hochsicherheitstraktes in der Justizanstalt Krems-Stein in Niederösterreich am Freitag am Herzen lag. Das Duo wollte „ausgeführt“ werden: zum Rathaus, um dem politischen Interesse nachzukommen und die Volksbegehren zu unterstützen - allen voran jenes für Frauen!

An die 400.000 Menschen in Österreich haben dieses bis dato unterschrieben. Darunter auch männliche Unterstützer wie Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner oder Schauspieler Josef Hader.

Seit Freitag ist das Potpourri an Frauenbegehren-Unterstützern um eine makabre Skurrilität reicher: Denn Karl K. (Name geändert), 59-jähriger Insasse des berühmt-berüchtigten Häfens Stein, trat mit seiner persönlichen Unterschrift engagiert für Frauen ein - für (so steht es in der Präambel) soziale Sicherheit, sexuelle Selbstbestimmung, Gewaltschutz.

Der einstigen Gattin des jetzigen Witwers nutzt das aber nichts mehr. Sie wurde 2011 vergiftet. Von Karl K., dem heutigen Frauenrechtsunterstützer aus dem Häfen.

Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

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