Sa, 20. Oktober 2018

Ende der Bayern-Ära?

01.10.2018 06:25

„Endlich Titelkampf?“ Deutschland vom BVB entzück

Die „Bild“ wünscht sich „endlich wieder einen Titelkampf“ und das Ende der „öden Bayern-Jahre“; Legenden wie Otto Rehhagel hoffen, dass „der Meisterkampf nicht wieder zu Weihnachten entschieden ist“; mit Jens Keller „genießt“ sogar ein ehemaliger Schalke-Trainer den momentanen Höhenflug. Fußball-Deutschland reibt sich ob der bärenstarken Dortmunder Performance ungläubig die Augen. Kann die Bayern-Vorherrschaft tatsächlich gebrochen werden?

Der inzwischen fast obligate Verlauf einer Saison in der deutschen Bundesliga: Bayern schießt alles und alle in Grund und Boden, zieht einsam vorne weg. Spätestens in der Winterpause ist der Vorsprung auf die Konkurrenz praktisch uneinholbar groß.

Acht Pflichtspiele ungeschlagen
Doch heuer ist das anders. Bis jetzt zumindest. Nach sechs Runden lacht nicht Bayern München von der Tabellenspitze, sondern Borussia Dortmund. Drei Tage nach dem 7:0 gegen Nürnberg kam der BVB am Samstag nach 0:2-Pausenrückstand noch zu einem 4:2-Sieg bei Bayer Leverkusen und verdrängte Bayern von Platz eins. Dortmund blieb auch im achten Pflichtspiel unter Trainer Lucien Favre ungeschlagen.

Letzterer gab sich im „Sky“-Interview, angesprochen auf die Tabellenführung, verhältnismäßig fast schon euphorisch. „Das ist sehr schön, ein guter Start.“ Deutlich mehr interpretieren in Deutschland da schon Medien und Experten hinein. Gefühlt lechzt ganz Fußball-Deutschland nach einem Ende des immgergleichen „Die Bayern zerlegen eh alle“-Schemas. Die „Bild“ schreibt aufgeregt ein Ende der „öden Jahre“ herbei und freut sich „endlich wieder“ auf einen echten Titelkampf.

In einer großen Aufmacher-Story lässt die „Bild“ auf ihrer Online-Plattform Experten und Bundesliga-Legenden zu Wort kommen. Trainer-Fuchs Otto Rehhagel, zweimal mit Werder Bremen, einmal mit Kaiserslautern Meister, wünscht sich eine Meisterschaft, „die nicht wieder zu Weihnachten entschieden ist“. „Dortmunds spektakulärer Sieg in Leverkusen nach 0:2-Rückstand bringt Hoffnung auf einen spannenden Meisterkampf“, lässt sich Ottmar Hitzfeld, mit Bayern und Dortmund Meister, zitieren.

Selbst Ex-Schalker staunt
Ja, selbst ein ehemaliger Schalke-Trainer ist geradezu üerwältigt von der momentanen Dortmunder Performance. „Wir sollten es genießen, dass Dortmund mit so vielen jungen Spielern so einen Fußball spielt. Schön wäre es, wenn wir bis zum 34. Spieltag einen Zweikampf hätten“, meint etwa Jens Keller bei „Sky“.

Nur Zwekampf möglich?
Der Hunger, endlich wieder eine echte Meisterschaft zu erleben, ist in Deutschland groß wie selten. Nur Dortmund kann die Hoffnung erfüllen -  davonist zumindest Ottmar Hitzfeld überzeugt „Ich glaube nicht, dass außer Dortmund und Bayern jemand ernsthaft um den Titel spielen kann.“ Und das obwohl Hertha BSC gerade Bayern München geschlagen hat ...

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